Persönliche Gesundheit

Apotheker melden Engpässe bei Grippeimpfstoffen

Große Nachfrage, kaum Nachschub: Apotheker verzeichnen Engpässe bei Grippeimpfstoffen. Das meldet der Apothekerverband Nordrhein e.V. nach Auswertung einer Blitzumfrage. Der Verband hatte unter seinen Mitgliedern die derzeitige Lage bei den Grippeimpfstoffen abgefragt.

Innerhalb von drei Tagen hatten sich rund 20 Prozent der Mitgliedsapotheken zurückgemeldet. Nahezu alle bewerten die Nachfrage nach Grippeimpfstoffen zum jetzigen Zeitpunkt als "sehr viel höher" als im Vorjahr und beurteilen die Verfügbarkeit als "schlecht" oder "sehr schlecht".

Aus den Ergebnissen geht hervor, dass rund 85 Prozent der befragten Apotheken Vorbestellungen von Grippeimpfstoffen von Arztpraxen erhalten haben und diese beliefert wurden. Dem überwiegenden Teil liegen bereits Nachbestellungen von Arztpraxen vor. Fast alle Apotheken haben zudem zur Versorgung von Privatpatienten Einzeldosen von Grippeimpfstoffen vorbestellt. Rund 95 Prozent bestätigten jedoch, dass sie aufgrund der hohen Nachfrage und der aktuell fehlenden Verfügbarkeit von Grippeimpfstoffen bei Herstellern und Großhandel weder Großpackungen für den Praxisbedarf noch Einzeldosen vorrätig hätten.

"Mit rund 400 Rückmeldungen in drei Tagen verzeichnen wir die bisher größte Resonanz auf eine Blitzumfrage. Das ist auch ein klares Indiz dafür, dass die Kolleginnen und Kollegen die Verfügbarkeit an Grippeimpfstoffen als ein äußerst drängendes Problem einschätzen", erklärt Thomas Preis, Vorsitzender Apothekerverband Nordrhein e.V. In zahlreichen Kommentaren hätten Umfrageteilnehmer zudem ihr Unverständnis kundgetan, dass eine offensichtlich vorherrschende und auch von Ärzten bestätigte Engpasssituation bei der aktuellen Grippeimpfstoffversorgung in der Politik nicht als solche wahrgenommen werde.

RF/AVNR

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