Gesundheit

Wir können das nicht durchlaufen lassen, sagt Lauterbach zur Omikron-Welle

Am Dienstagmorgen meldete das RKI 45.690 Neuinfektionen, die Inzidenz steigt weiter und liegt nun bei 387,9. Die Omikron-Welle sorgt in anderen Ländern bereits für angespannte Situationen in Kliniken. Alle Neuigkeiten zur Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona vom 11. Januar 2022

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  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick.
  • Offizielle Statistik – Übersterblichkeit in Deutschland 2021

"Unfachlich, dass es grotesk ist": FDP-Fraktion wirft Union vor, Impfpflicht zu blockieren

11.05 Uhr: FDP-Parlamentsgeschäftsführer Johannes Vogel hat der Unionsfraktion eine Blockadehaltung bei der Gesetzgebung zu einer allgemeinen Impfpflicht vorgeworfen. Mit ihrer Weigerung, an der Ausarbeitung von fraktionsübergreifenden Gruppenanträgen durch Abgeordnete mitzuwirken, werde die Union ihrer staatspolitischen Verantwortung nicht gerecht, sagte Vogel am Dienstag. Das Vorgehen der Union sei "eine Art und Weise unfachlich, dass es geradezu grotesk ist". Die Union sei offenbar noch in einer "Suchphase für die Oppositionsrolle".

Die Unionsparteien fordern von der Ampel-Koalition, dem Bundestag einen Gesetzentwurf für die Einführung einer Impfpflicht vorzulegen. Allerdings wollen die Koalitionsfraktionen einen anderen Weg gehen: Gruppen von Abgeordneten sollen ohne Fraktionszwang eigene Anträge ausarbeiten und zur Abstimmung stellen. Die Unionsfraktion will bei diesem Verfahren aber nicht mitwirken, wie der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte.

Besonders empört reagierte FDP-Parlamentsgeschäftsführer Vogel auf Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Dieser hatte am Wochenende im Bayerischen Rundfunk zur Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs zur Impfpflicht gesagt: "Das können jetzt nicht einzelne Abgeordnete machen, die sind gar nicht in der Lage, die Dimension des Problems tatsächlich im Detail zu erfassen."

Vogel sagte dazu: "Vielleicht hat Söder über Abgeordnete der Union gesprochen, von denen er offenbar ein fatales Bild hat." Die Parlamentarier seien sehr wohl in der Lage, selbst Gesetzentwürfe auszuarbeiten. Wenn es einen "Schnelltest für politische Dreistigkeit" gäbe, dann hätte Söder ihn verdient, sagte Vogel.

FDP-Gruppe plant Antrag zu gestaffelter Impfpflicht – Sondersitzung des Bundestages im Gespräch

9.31 Uhr: Eine Initiative um den FDP-Abgeordneten Andrew Ullmann plant einen Antrag zu einer gestaffelten Impfpflicht. "In einem ersten Schritt könnte eine verpflichtende Impfaufklärung für alle stehen, möglichst durch Ärzte in den Impf- oder Testzentren", sagte Ullmann der "Welt" vom Dienstag. "Wenn wir danach sehen, dass die Impfquote nicht signifikant steigt, könnte ein nächster Schritt eine Impfpflicht beispielsweise für Menschen ab 50 Jahren sein."

Denn diese erkrankten vergleichsweise häufiger schwer und müssten auf die Intensivstationen verlegt werden, sagte Ullmann. Dem Bericht zufolge sollen nun in den Bundestagsfraktionen zunächst Arbeitsgruppen gebildet werden, in denen die Abgeordneten die verschiedenen Möglichkeiten für Gruppenanträge diskutieren. Am Ullmann-Entwurf arbeiteten derzeit die Liberalen, aber Gespräche dazu mit Abgeordneten anderer Fraktionen laufen. Ullmann rechnet damit, dass die Arbeitsgruppen Ende des Monats ihre Arbeit aufnehmen könnten. Foto: dpa Der FDP-Abgeordnete Andrew Ullmann.

Wenn es entscheidungsreife Initiativen gebe, sei eine zusätzliche Sitzung des Bundestags im Februar denkbar, sagte der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der "Welt". Mit einem Gruppenantrag zur Impfpflicht aus den Reihen der Koalition sei aber erst nach der Orientierungswoche im Bundestag in der letzten Januarwoche zu rechnen.

Die Unionsfraktion steht für eine Sondersitzung jederzeit zur Verfügung, wie Parlamentsgeschäftsführer Thorsten Frei (CDU) sagte. "Bei der Impfpflicht muss allerdings die Regierung zuerst einen Vorschlag vorlegen, weil es sich rechtlich und ethisch um eine besonders schwierige Frage handelt."

Auch der Parlamentsgeschäftsführer der Linken, Jan Korte, zeigte sich für eine Sondersitzung offen. Allerdings sei es "die Koalition, die Entscheidungen verzögert, weil sie überhaupt keinen Plan hat, wohin sie will". Die AfD zeigt indes kein Interesse an einer zusätzlichen Sitzung des Parlaments. Parlamentsgeschäftsführer Bernd Baumann sagte: "Es wird voraussichtlich einen eigenen Antrag der AfD-Fraktion geben."

Bei der Impfpflicht zeichnet sich eine Verzögerung gegenüber dem ursprünglichen Vorhaben von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), sie bis spätestens Anfang März einzuführen. Am Dienstag wollen die Spitzen der Bundestagsfraktionen über einen Zeitplan für die Debatte und Verabschiedung eines Impfpflicht-Gesetzes beraten. Abgeordnete von CDU und CSU bereiten einen eigenen Gesetzesvorschlag für eine Impfpflicht ab 50 vor.

Berichte: Johnson bei Gartenparty während Corona-Lockdown

08.40 Uhr: Dem britischen Premierminister Boris Johnson droht neuer Ärger wegen einer Feier am britischen Regierungssitz während des ersten Corona-Lockdowns. Britische Medien zitierten am Montag aus einer per E-Mail an über 100 Regierungsangestellte geschickten Einladung zu einer Garten-Party in Downing Street 10 im Mai 2020. Zusammenkünfte vieler Menschen auch im Freien waren zu diesem Zeitpunkt nicht zugelassen. Steve Parsons/PA Wire/dpa Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, bezeichnet die hohe Zahl an Corona-Toten in seinem Land als «furchtbaren Tribut».

"Nach einer unglaublich arbeitsreichen Zeit wäre es schön, das schöne Wetter zu nutzen und heute Abend im Garten von Nummer 10 ein paar gesellige Drinks zu sich zu nehmen", schrieb der hohe Regierungsbeamte Martin Reynolds den Berichten zufolge an seine Kollegen. "Bitte kommen Sie ab 18 Uhr und bringen Sie Ihre eigenen Drinks mit!"

Sachsens Inzidenz erneut niedriger als Bundesdurchschnitt

08.12 Uhr: Die sächsischen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) von Montag auf Dienstag 352 neue Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Zudem wurden 36 zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung innerhalb von 24 Stunden registriert, wie das RKI am Dienstag berichtete. Die Zahl der Infektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche wurde mit 279,2 angegeben. Bundesweit lag diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI bei 387,9.

Die höchste Corona-Inzidenz in Sachsen gab das RKI am Dienstag für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 368,6 an, gefolgt von der Stadt Leipzig mit 352,3. Der Landkreis Görlitz hatte den Angaben zufolge mit 181,2 die niedrigste Inzidenz im Land.

Panne in Leverkusen: Rund 200 Menschen bekommen abgelaufenen Impfstoff

07.51 Uhr: Ähnlich wie im benachbarten Köln ist auch in Leverkusen bereits abgelaufener Corona-Impfstoff an Bürger verabreicht worden. Betroffen seien 199 Impfungen am 4. und 6. Januar, teilte die Stadt am Montag mit. Wie sich herausgestellt habe, sei der Impfstoff des Herstellers Moderna zu diesem Zeitpunkt schon zwei, beziehungsweise vier Tage abgelaufen gewesen. Die Panne sei am Freitag bei der Überprüfung einer Impfstelle in der Innenstadt aufgefallen. "Die Ursache für die fehlerhafte Nutzung des Impfstoffs liegt in einer falschen Zuordnung des Mindesthaltbarkeitsdatums anhand des Lieferscheins, die im Rahmen der Lieferkette durch die beteiligten Dienstleister entstanden ist", erklärte die Stadt.

Medizinisch sei das abgelaufene Präparat für die Geimpften unbedenklich, betonte die Stadt. Auch sei davon auszugehen, dass es keinen Verlust bei der Wirkung gebe. Gleichwohl seien alle geimpften Personen kontaktiert worden, um ihnen einen Antikörper-Test anzubieten.

In der benachbarten Millionenstadt Köln war am Freitag bekannt geworden, dass rund um den Jahreswechsel bis zu 2000 Dosen abgelaufener Moderna-Impfstoff an Bürger verabreicht worden war. Auch dort erklärte die Stadt, dass nicht von einer gesundheitlichen Gefahr auszugehen sei.

Corona-Ausbruch auf Sylt nach 2G-Plus-Party – Gäste mit gefälschen Impfpässen?

07.44 Uhr: Im Fall eines Corona-Ausbruchs nach einer Party auf Sylt ermittelt die Polizei, ob mehrere Besucher gefälschte Impfpässe hatten. "Die Ermittlungen zum Fall laufen", sagte der Sprecher der Polizeidirektion Flensburg, Christian Kartheus, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Es geht demnach um den Verdacht, dass bis zu drei Besucher einer 2G-Plus-Weihnachtsparty in Kampen sich mit gefälschten Corona-Impfpässen Zutritt verschafft haben.

Seit der Party an Heiligabend gibt es auf der Nordseeinsel zahlreiche Corona-Infektionen, mehr als 570 Sylterinnen und Sylter befinden sich nach diesem Bericht in Quarantäne. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt auf Sylt mittlerweile über 1500. Der Landkreis Nordfriesland geht nach eigenen Angaben davon aus, dass viele der Erkrankungen auf die Weihnachtsfeier zurückzuführen sind.

Mehrere Hotels und Gaststätten haben angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen auf der Insel vorläufig geschlossen. "Aufgrund der zahlreichen Corona-Ausbrüche haben bereits mehr als 20 Sylter Gastronomie- und Hotelbetriebe ihren Betrieb vorläufig eingestellt oder ziehen ihre Betriebsferien präventiv vor, um ihre Mitarbeiter und Gäste zu schützen", sagte der Geschäftsführer der Sylt Marketing, Moritz Luft. Für den Tourismus auf Sylt bedeuteten die spontanen und vorgezogenen Schließungen eine Verkleinerung des touristischen Angebots in einer ohnehin relativ ruhigen Zeit. Wegen eines Ausbruchs offiziell geschlossen wurde vom Kreis Nordfriesland keiner der Betriebe, wie ein Kreissprecher sagte.

Bundestag führt 2G-Plus im Plenarsaal und FFP-2-Maskenpflicht ein

07.21 Uhr: Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen werden auch im Deutschen Bundestag die Sicherheitsmaßnahmen weiter verschärft. Zugang zum Plenarsaal werden bei Sitzungen künftig nur noch Abgeordnete und Mitarbeiter haben, die mindestens doppelt geimpft oder genesen und einfach geimpft sind. Sie müssen zudem einen aktuellen negativen Coronatest vorweisen. Das geht aus einem Schreiben des Direktors beim Deutschen Bundestag, Lorenz Müller, an alle 736 Abgeordneten hervor, berichtet die Deutsche Presse Agentur. Bernd von Jutrczenka/dpa

Von der Pflicht zur Vorlage eines Testergebnisses ist demnach nur ausgenommen, wer geboostert oder genesen und doppelt geimpft ist. Wer weder geimpft noch genesen ist, kann die Sitzungen ab dieser Sitzungswoche nur noch dann von der Tribüne aus verfolgen, wenn er ein negatives Testergebnis vorweisen kann. Wer dies nicht tut, bekommt keinen Zutritt mehr. Zudem sind ab sofort in allen Gebäuden des Bundestags FFP2-Masken zu tragen. Die weniger sicheren OP-Masken dürfen nicht mehr verwendet werden.

RKI registriert 45.690 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 387,9

06.40 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 387,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 375,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 239,9 (Vormonat: 402,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45.690 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 30.561 Ansteckungen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa Das Robert Koch-Institut gibt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 387,9 an.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 322 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 356 Todesfälle. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 3,37 (Freitag: 3,15) am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Corona-Sicherheitsvorkehrungen im Bundestag werden verschärft

04.45 Uhr: Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen werden auch im Deutschen Bundestag die Sicherheitsmaßnahmen weiter verschärft. Zugang zum Plenarsaal werden bei Sitzungen künftig nur noch Abgeordnete und Mitarbeiter haben, die mindestens doppelt geimpft oder genesen und einfach geimpft sind. Sie müssen zudem einen aktuellen negativen Coronatest vorweisen. Das geht aus einem Schreiben des Direktors beim Deutschen Bundestag, Lorenz Müller, an alle 736 Abgeordneten hervor. Michael Kappeler/dpa Die Sitzordnung im Plenarsaal des Bundestags wurde geändert.

Von der Pflicht zur Vorlage eines Testergebnisses ist demnach nur ausgenommen, wer geboostert oder genesen und doppelt geimpft ist. Wer weder geimpft noch genesen ist, kann die Sitzungen ab dieser Sitzungswoche nur noch dann von der Tribüne aus verfolgen, wenn er ein negatives Testergebnis vorweisen kann. Wer dies nicht tut, bekommt keinen Zutritt mehr. Zudem sind ab sofort in allen Gebäuden des Bundestags FFP2-Masken zu tragen. Die weniger sicheren OP-Masken dürfen nicht mehr verwendet werden.

Apotheker rechnen mit ihrem Impfstart in spätetens zwei Wochen

03.10 Uhr: Die Apotheken rechnen damit, spätestens in zwei Wochen mit Corona-Impfungen beginnen zu können. Die erforderliche Änderung der Impfverordnung ist am Montag im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und damit an diesem Dienstag in Kraft getreten. "Bis zum Impfstart in den Apotheken werden noch etwa ein bis zwei Wochen vergehen. Die Apotheken müssen jetzt erst einmal Impfstoffe bestellen", sagte das Vorstandsmitglied des Deutschen Apothekerverbands, Thomas Preis, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Oliver Berg/dpa/Symbolbild Ein Apothekenzeichen ist am Eingang einer Apotheke angebracht.

Das Impf-Interesse der Apotheken sei "sehr groß", berichtete Preis aus seiner eigenen Region Nordrhein. "Im Rheinland sind bereits 1000 Apotheker in 500 Apotheken bereit, die Impfungen durchzuführen. Sie sind schon im Rahmen der Grippeimpfungen geschult worden. Wir rechnen damit, dass bis zum Februar noch weitere 1000 Apotheker geschult werden."

Die Verordnung verlangt den Nachweis einer Impf-Schulung und legt fest, dass die Apotheker für die Impfungen genau so wie Ärzte entlohnt werden.

Mexikos Präsident erneut an Covid-19 erkrankt

Dienstag, 11. Januar,  01.00 Uhr: Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador ist zum zweiten Mal an Covid-19 erkrankt. "Ich teile euch mit, dass ich mich mit Covid-19 angesteckt habe", schrieb der Staatschef am Montag auf Twitter. "Obwohl ich nur leichte Symptome habe, bleibe ich in Quarantäne, mache nur Büroarbeiten und kommuniziere virtuell." Bei seiner täglichen Pressekonferenz und anderen Veranstaltungen werde er bis auf Weiteres von Innenminister Adán Augusto López Hernández vertreten.  Prenza Amlo/dpa/picture alliance Präsident Andrés Manuel López Obrador bei seiner Impfung Anfang April in Mexiko-Stadt

López Obrador war bereits im Januar vergangenen Jahres an Covid-19 erkrankt. Zu Beginn der Pandemie hatte der Linkspopulist das Coronavirus immer wieder verharmlost und sich gegen Beschränkungen gestemmt. In der letzten Zeit hatte der Präsident allerdings für die Impfung gegen das Virus geworben. Der 68-Jährige hat selbst bislang drei Impfdosen erhalten – die letzte Anfang Dezember 2021.

Demonstrantin beißt Polizist ins Bein

23.15: Bundesweit haben Menschen in zahlreichen Städten am Montagabend erneut gegen die Corona-Politik und eine mögliche Impfpflicht protestiert. Größere Versammlungen gab es etwa in Rostock, Schwerin, Cottbus, Halle, Nürnberg, Bamberg, Augsburg und Magdeburg. Die Demonstrationen verliefen zum großen Teil friedlich, wie die Polizei in den verschiedenen Städten mitteilte. In Bautzen wurden allerdings mindestens drei Polizisten verletzt. Die Beamten seien mit Pflastersteinen und Flaschen beworfen worden. Insgesamt seien rund 500 Menschen durch die Stadt gezogen. Davon seien rund 150 bis 200 gewaltbereite Hooligans und Menschen aus dem radikal rechten Milieu gewesen.

Eine der größten Demonstrationen mit etwa 3900 Teilnehmern fand in Nürnberg statt. In Bamberg kamen rund 2400 Menschen, in Augsburg 2000. In der schwäbischen Stadt wird nun laut Polizei wegen eines Hitlergrußes ermittelt. In Schweinfurt habe eine 51-Jährige einem Polizisten ins Bein gebissen.

Hier und da formierte sich auch Gegenprotest – so etwa in Leipzig, wo sich knapp 300 Menschen an dem Platz versammelten, den sonst die Maßnahmen-Gegner nutzen. Aus Bayern wurde mehrere Demos gemeldet, die sich für die Corona-Schutzimpfung stark machten. "Corona macht krank. Querdenken macht Dumm", war in Bayreuth auf Transparenten zu lesen.

Pfizer-Chef: Jährliche Impfungen möglich

22.59 Uhr: Pfizer-Chef Albert Bourla zufolge könnten jährliche Impfungen gegen das Coronavirus notwendig werden. Möglicherweise müssten Hochrisiko-Patienten noch häufiger eine Auffrischung erhalten, sagte er auf einem Gesundheitskongress von J.P. Morgan.

Mehrere Stunden Wartezeit für kostenfreien PCR-Test in Berlin

22.37 Uhr: Die Nachfrage nach kostenfreien PCR-Tests in Berlin hat massiv zugenommen. „Dem Senat ist bewusst, dass es derzeit zu langen Schlangen und Wartezeiten vor den senatseigenen Testzentren kommt“, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Vor dem Testzentrum in Berlin-Neukölln standen am Mittag laut einer dpa-Reporterin mehrere Hundert Menschen in einer rund 200 Meter langen Schlange an. Eine Mitarbeiterin des Testzentrums schätzte die Wartezeit für einen PCR-Test auf mindestens zwei Stunden.

„Das ist kein guter Zustand, den wir sehr ernst nehmen“, sagte die Sprecherin. Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet. Nach eigenen Angaben prüft die Verwaltung zurzeit alle Möglichkeiten, wie die Kapazitäten für kostenfreie PCR-Tests erhöht werden können – „sei es über Maßnahmen in den senatseigenen Testzentren wie Ausweitung der Öffnungszeiten, mehr Personal oder auch über eine Beauftragung privater Testzentren“. Elf landeseigene Teststellen gibt es in Berlin.

Impfzentren sollen bis Ende des Jahres geöffnet bleiben

22.23 Uhr: Die Laufzeit für die Impfzentren in Deutschland soll bis Ende 2022 verlängert werden. Das haben Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) und die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Montag angekündigt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe zugesagt, "dass die Finanzierung bis Ende des Jahres gesichert ist", sagte Grimm-Benne nach einer Videokonferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern.

Peter Kneffel/dpa Die Impfzentren in Deutschland sollen das ganze Jahr 2022 geöffnet bleiben.  

Gesundheitsminister einig: Apotheker, Zahnärzte und Tierärzte sollen künftig Corona-Impfungen durchführen

19.12 Uhr: Apotheker, Zahnärzte und Tierärzte sollen künftig auch gegen Corona impfen dürfen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag auf der Gesundheitsministerkonferenz verständigt. Sie wollen so die Impfkampagne vorantreiben. Zuerst berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

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