Gesundheit

Weleda will noch mehr in Klimaschutz investieren

Das schweizerische Unternehmen Weleda, internationaler Produzent von Naturkosmetik und anthroposophischen Arzneimitteln, feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Firmenjubiläum. Für das Jahr 2022 plant das Unternehmen 1 Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes für Klimaschutz und den Erhalt der Biodiversität zu investieren. Eine weitere Nachhaltigkeits-Zertifizierung sowie klimaneutrale Produkte stehen ebenfalls auf der Zukunfts-Agenda.

Die vor 100 Jahren vom Vater der Anthroposophie, Rudolf Steiner, mitbegründete Weleda AG hat sich für das kommende Jahr weitere Ziele im Bereich Klima- und Artenschutz gesteckt: In einer Pressemitteilung erklärt das Unternehmen, dass es 1 Prozent des weltweiten Bruttoumsatzes ab dem Jahr 2022 in den Schutz des Klimas und für den Erhalt der Biodiversität investieren möchte. Außerdem plane Weleda noch in diesem Jahr rechnerisch klimaneutral zu wirtschaften.

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Im Jahr 2020 betrug, nach groben Schätzungen des Unternehmens, der energiebezogene Klimafußabdruck noch rund 10.000 Tonnen CO2. Nun sollen die durch die Produktion entstehenden Emissionen komplett ausgeglichen werden. So werde beispielsweise der Stammsitz in Arlesheim bei Basel in allen eigenen Gebäuden mitsamt der Produktion mit erneuerbarer Energie aus der Region versorgt. Ab 2022 sollen zusätzlich alle Weleda Produkte rechnerisch klimaneutral sein. Dafür berücksichtigt Weleda laut Pressemitteilung den Energiefußabdruck, aber auch die Emissionen durch Rohstoffe, Verpackungen und Transporte. 

Neben Effizienzprogrammen und erneuerbaren Energien soll ein großer Teil des erforderlichen Ausgleichs über Klimaschutzmaßnahmen in der eigenen landwirtschaftlichen Lieferkette erfolgen. Bislang beträgt der produktbezogene Klimafußabdruck laut kürzlich veröffentlichtem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2020 noch rund 100.000 Tonnen CO2.

Klimaschutz soll auch Kund:innen und Mitarbeitende erreichen

Ein Ziel von Weleda ist es, eine Einsparung von 350.000 Tonnen CO2 bis 2022 zu erreichen. Dazu sollen Kund:innen und Mitarbeitende sensibilisiert und aktiviert werden. Zudem will das Unternehmen ein Programm für nachhaltige Geldanlagen starten. „Wenn wir wirklich etwas Wesentliches bewegen wollen, brauchen wir ganz neue Klimaschutzideen für unsere Konsumenten und Mitarbeitende und für unsere Finanzen“, sagt Dr. Stefan Siemer, Leiter Unternehmensnachhaltigkeit, dem Bericht zufolge.

Eine weitere Nachhaltigkeitsinitiative des Unternehmens besteht darin, sich als sogenannte „B-Corp“ zertifizieren zu lassen. Dies steht laut Pressemeldung der gesamten Weleda-Gruppe bevor. Die internationale Nachhaltigkeits-Bewegung B(enefit)-Corp fordere zur Zertifizierung eine konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an einer nachweisbar starken positiven Wirkung für Gemeinwohl, Mensch und Natur. Laut Weleda ist dies bereits in den Unternehmensstatuten verankert.

Weleda schaut zuversichtlich aufs Geschäftsjahr

Laut dem kürzlich veröffentlichtem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2020 betrug der weltweite Nettoumsatz der AG rund 424 Millionen Euro. Er liegt laut Pressemeldung damit fast auf dem Vorjahresniveau von rund 429 Millionen Euro. Der Anteil an Naturkosmetik lag demnach bei rund 79 Prozent, der Umsatz mit Arzneimitteln bei rund 21 Prozent. Für das Jahr 2021 sei Weleda zuversichtlich, dass aufgrund der aktuellen Marktlage, der geplanten Innovationen, der Marktpräsenz und der Markenstärke in vielen Ländern für die Naturkosmetik gute Wachstumschancen existieren. Für die Arzneimittel rechne das Unternehmen auf globaler Ebene mit einem stabilen Umsatz.

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