Gesundheit

Überdosis durch Parasiten-Medikament: Impfgegner verstopfen Kliniken

Immer wieder verbreiten sich falsche Behauptungen um angebliche Corona-Wundermittel. Impfgegner in den USA entdecken gerade das Parasiten-Medikament Ivermectin. Ursprünglich für Pferde und Kühe gedacht, sorgt es jetzt für Überdosen bei Menschen. In Oklahoma sollen zahlreiche eingelieferte Patienten die Kliniken verstopfen.

Ivermectin ist eigentlich ein Medikament für Nutztiere. Es soll Parasiten etwa in Pferden oder Kühen töten. Nur in geringen Mengen wird es auch beim Menschen eingesetzt. Impfskeptiker in den USA haben das Mittel nun offenbar für sich entdeckt, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten. 

Zwar wird Ivermectin als "Wundermedizin" bezeichnet, jedoch bezieht sich diese Wirkung ausschließlich auf die Bekämpfung von Parasiten, nicht aber auf Viren. Falsch-Informationen würden demnach insbesondere in den sozialen Kanälen geteilt. Aber auch prominente Impfgegner und Moderatoren des rechtskonservativen Senders "Fox News" warben öffentlich für das Mittel. 

Überdosis Invermectin: Schädliche Folgen für den Körper

Mit fatalen Folgen: Krankenhäuser melden erste Fälle von Überdosen des Medikamentes. Nach Angaben des amerikanischen Rundfunksenders NPR seien von Juli bis August die Zahlen einer solchen Vergiftung von 133 auf 459 angestiegen. Zwar ist Ivermectin in niedrigen Dosen recht sicher, kann aber in hohen Dosen giftig für den menschlichen Körper sein. Besonders betroffen ist laut dem lokalen TV-Sender KFOR das ländliche Oklahoma. Hier würden die eingelieferten Patienten bereits die Kliniken verstopfen.

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"Ihr seid keine Pferde. Ihr seid keine Kühe. Ernsthaft, hört damit auf!"

Selbst die bundesweite Behörde für Lebens- und Arzneimittel FDA sah sich bereits gezwungen, einzugreifen. Sie veröffentlichte einen Tweet mit der Überschrift: "Ihr seid keine Pferde. Ihr seid keine Kühe. Ernsthaft, hört damit auf!"

Die FDA warnte zudem vor schweren Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Schwellungen des Gesichts, neurologischen Nebenwirkungen, plötzlich sinkendem Blutdruck, Leberschäden und Hautausschlägen, die zur Krankenhauseinweisung führen können.

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