Gesundheit

Studie des PEI zu schweren Hautreaktionen nach Shingrix-Impfung

Seit vergangenem Mittwoch ruft das Paul-Ehrlich-Institut zur Teilnahme an einer Studie auf – zu Verdachtsfällen von Gürtelrose sowie schweren Hautreaktionen nach Impfung mit dem Herpes-zoster-Impfstoff Shingrix. Kann die Impfung gegen Gürtelrose das Varizella-zoster-Virus reaktivieren?

Bereits im August 2019 hatte die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) dazu aufgerufen, Nebenwirkungen nach einer Shingrix-Impfung zu melden. Denn der AkdÄ waren Fälle berichtet worden, in denen Patienten in engem zeitlichem Zusammenhang mit einer Shingrix-Impfung an Herpes zoster (HZ) erkrankt sind. Ob tatsächlich ein kausaler Zusammenhang besteht, ließ sich jedoch nicht abschließend beurteilen. Doch die Fachinformation des Impfstoffs riet schon damals zur Vorsicht bei Herpes zoster in der Vorgeschichte.

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Nun bittet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Ärzte und Ärztinnen, an einer vom PEI initiierten Beobachtungsstudie teilzunehmen, die am 15. April 2020 gestartet ist. Denn: „Der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AKdÄ) und dem für die Überwachung der Impfstoffsicherheit in Deutschland zuständigen Paul-Ehrlich-Institut liegen zahlreiche Verdachtsfallmeldungen eines HZ sowie ausgeprägten, teilweise bläschenförmigen (bullösen) Hautreaktionen im engen zeitlichen Zusammenhang mit der Shingrix-Impfung vor“, heißt es in der Mitteilung des PEI. 

Shingrix

Seit Mai 2018 steht der neuartige, inaktivierter Impfstoff zur Vorbeugung von Herpes Zoster (HZ, Gürtelrose) und postherpetischer Neuralgie bei Personen ab 50 Jahren auf dem deutschen Markt zur Verfügung. 

Grundsätzlich beschreibt das RKI die Impfung mit dem Herpes-zoster-Totimpfstoff als sicher. „Allerdings ist der Herpes-zoster-Totimpfstoff äußerst reaktogen.“ Lokalreaktionen (Schmerzen an der Injektionsstelle, Rötung und Schwellung) sowie systemische Reaktionen (Fieber, Müdigkeit, Myalgie und Kopfschmerzen), die die gewöhnlichen alltäglichen Aktivitäten einschränken, treten etwa bei jeder zehnten geimpften Person auf. Die Impfreaktionen seien jedoch von kurzer Dauer und hielten ein bis zwei Tage an.

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