Gesundheit

SPD-Länder wollen Merkel zu Lockerungen drängen – Erstmals seit November weniger als 100 neue Todesfälle

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die Welt fest im Griff. Am Mittwoch beraten Bund und Länder erneut über die Corona-Maßnahmen für die kommenden Wochen. Alle wichtigen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Corona-Pandemie vom 2. März

  • SPD-Kreise wollen offenbar Lockerungen ab Inzidenz von 70 (21.47 Uhr)
  • Länder melden leicht mehr Neuinfektionen als in der Vorwoche (20.46 Uhr)
  • Neuinfektionen steigen deutlich, Österreich lockert (19.42 Uhr)
  • Altmaier will Öffnungen im März – auch bei höherem Inzidenzwert (15.15 Uhr)
  • Schulen, Friseure, Geschäfte: Hier sehen Sie, welche Regeln nun in Ihrem Bundesland gelten
  • Der Covid-Rechner: Mit diesem Tool berechnen Sie schnell und einfach Ihr Corona-Ansteckungsrisiko 

News zur Corona-Pandemie im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick

Smudos App "Luca" könnte bei Corona-Öffnung helfen

05.15 Uhr: Smudo von den Fantastischen Vier (52) sieht das von ihm mitentwickelte System "Luca" als einen der Schlüssel, um das gesellschaftliche Leben wieder hochzufahren. "Ich bin davon überzeugt, dass "Luca" uns in Kombination mit Testungen, der Corona-App und den AHA-Regeln in ein immer normaleres Leben führen wird", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Für uns ist das eine reelle Öffnungsstrategie." Screenshot Rapper Smudo stellte bei „Anne Will“ seine Corona-App vor

Der Musiker ("Tag am Meer", "Zusammen"), der eigentlich Michael Schmidt heißt, wirbt derzeit bei Behörden und Politikern um sein System der Kontaktnachverfolgung. Mit dem System einer App und verschlüsselten QR-Codes könnten etwa Besucher von Restaurants oder Kinos digital einchecken. Bei einer Corona-Infektion fänden die angeschlossenen Gesundheitsämter schneller entsprechende Kontaktpersonen.

Das "Luca"-System könnte bei den Beratungen von Bund und Ländern an diesem Mittwoch in Berlin zur Sprache kommen. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hatte sich bereits offen für solche digitalen Lösungen gezeigt – als Unterstützung der Corona-Warnapp.

Ärzteverbände gegen flächendeckende Schnelltests für Schüler

Dienstag, 2. März, 01.07 Uhr: Überlegungen in der Politik zu regelmäßigen Corona-Tests bei Schülern stoßen bei Medizinerverbänden auf Kritik. "Die zu erwartende hohe Zahl an falschen negativen und falschen positiven Ergebnissen würde aus unserer Sicht weit mehr Schaden anrichten als nutzen", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es bestehe "eine erhebliche Gefahr", dass die Hygienemaßnahmen nach negativen Testergebnissen nicht mehr eingehalten würden, weil sich die Schüler in falscher Sicherheit wögen. "Angesichts vieler falsch negativer Ergebnisse könnte das zu mehr Ansteckungen führen, als wenn nicht getestet würde; das wäre verheerend." Auf der anderen Seite müssten Kinder bei falsch positiven Ergebnissen unnötig in Quarantäne.

Stattdessen brauche es eine umfassende Strategie zum Einsatz von Testungen in Schulen. Dazu müsse gehören, das gesamte Personal, jeden zweiten Tag zu testen, also auch Mitarbeiter von Kantinen oder Fahrdiensten. Überdies sollten die Schnelltests auch künftig nur durch geschultes Personal erfolgen, bei Selbsttestungen drohten zu viele falsche Ergebnisse.

SPD-Kreise wollen offenbar Lockerungen ab Inzidenz von 70

21.47 Uhr: Am Mittwoch werden die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über den weiteren Corona-Fahrplan für die kommenden Wochen beraten. Immer mehr Stimmen aus Politik und Wirtschaft fordern im Vorfeld mehr Lockerungen – und die soll wohl ein neuer Ziel-Inzidenzwert ermöglichen.

So pocht etwa Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) auf Lockerungen und stellt sich damit gegen den Corona-Kurs der Kanzlerin. "Ich bestehe darauf, dass wir am Mittwoch eine Öffnungsperspektive konkret formulieren", sagte Scholz mit Blick auf die Konferenz der Länderchefs mit Merkel. Ein "Teil des Wegs aus dem Lockdown" seien Corona-Schnelltests. Inzidenzwerte von 35 und 50 könnten künftig nicht alleiniger Maßstab für Lockerungen sein, so Scholz weiter.

Und so steht womöglich ein ganz neuer Inzidnezwert am Mittwoch im Mittelpunkt. Einen deutlich größeren Spielraum für Öffnungen streben vor allem die SPD-regierten Bundesländer an. Nach "Bild"-Informationen ist die Rede von einer anvisierten Inzidenz von 70, ab der es bereits erste Lockerungen des Lockdowns geben soll. Dieser Plan stünde dem Willen der Kanzlerin diametral gegenüber. Auch in Vorbereitungsrunden der Staatskanzleien auf den Gipfel sei der 70er-Wert gefallen, berichtet die "Welt".

Foto: Gregor Bauernfeind/dpa Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister, und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch auf der Regierungsbank im Bundestag.

Und auch aus der Union gibt es ersten Gegenwind für Merkel. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) stellte bereits vergangene Woche mit einem eigenen Vier-Stufen-Plan weitere Öffnungsschritte für die hessische Bevölkerung in Aussicht. Eines steht jetzt schon fest: Der "Corona-Gipfel" am Mittwoch dürfte also für brisante Diskussionen zwischen den Lagern sorgen.

Corona-Ausbruch auf Großbaustelle in Herne – 43 Infizierte

21.35 Uhr: Auf einer Baustelle in Herne im Ruhrgebiet hat es einen größeren Coronavirus-Ausbruch gegeben. Das berichtet die „WAZ“. Dem Bericht nach seien unter anderem Fälle der britischen Variante B.1.1.7 aufgetreten. Seit Februar hätten sich insgesamt 43 Arbeiter angesteckt, 18 davon mit der hochansteckenden Virus-Mutation aus Großbritannien, berichtet das Blatt unter Berufung auf die Stadt.

Deshalb würden ab sofort nur noch Personen mit negativem Corona-Test Zutritt zur Baustelle erhalten. Zweimal pro Woche werden die Arbeiter auf Corona getestet. Allein heute seien 360 Personen schnellgetestet worden – 14 davon positiv.

Länder melden leicht mehr Neuinfektionen als in der Vorwoche – aber deutlich weniger Todesfälle

20.46 Uhr: Die Gesundheitsministerien der Bundesländer haben am Montag binnen 24 Stunden 4335 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie eine Auswertung von FOCUS Online ergab. Damit stieg die Zahl der laborbestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie auf 2.449.032. Bayern und Nordrhein-Westfalen meldeten demnach die meisten Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle stieg laut der Auswertung von FOCUS Online innerhalb eines Tages um 174 auf 70.255 Todesopfer.

Die Zahl der Neuinfektionen lag am Montag mit 4335 Fällen etwas höher als am Montag der Vorwoche, als die Länder noch 4268 Neuinfektionen gemeldet hatten. Die Zahl der Todesfälle lag mit 174 deutlich unter dem Wert der Vorwoche (313).

Der wichtige 7-Tage-R-Wert sank minimal und lag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Montag bei 1,01 (Vortag 1,08). Die Zahl der Covid-19-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, stieg im Vergleich zum Vortag um 29 auf 2869 Patienten.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 317.420 (+398), 8097 Todesfälle (+28)
  • Bayern 437.593 (+981), 12.385 Todesfälle (+9)
  • Berlin 129.599 (+242), 2825 Todesfälle (+7)
  • Brandenburg 76.548 (+91), 2988 Todesfälle (+2)
  • Bremen 18.071 (+26), 347 Todesfälle (+4)
  • Hamburg 52.049 (+258), 1272 Todesfälle (+2)
  • Hessen 188.623 (+243), 5825 Todesfälle (+1)
  • Mecklenburg-Vorpommern 24.613 (+61), 745 Todesfälle (+6)
  • Niedersachsen 165.139 (+403), 4295 Todesfälle (+3)
  • Nordrhein-Westfalen 533.136 (+804), 13.059 Todesfälle (+15)
  • Rheinland-Pfalz 102.427 (+174), 3111 Todesfälle (+16)
  • Saarland 28.955 (+22), 886 Todesfälle (+2)
  • Sachsen 194.713 (+191), 7798 Todesfälle (+50)
  • Sachsen-Anhalt 61.062 (+183), 2454 Todesfälle (+4)
  • Schleswig-Holstein 42.638 (+98), 1305 Todesfälle (+20)
  • Thüringen: 76.445 (+160), 2863 Todesfälle (+5)

Gesamtstand (01.03.2021, 20.32 Uhr): 2.449.032 (+4335), 70.255 Todesfälle (+174)

Vortag (28.02.2021, 20.45 Uhr): 2.444.697 (+6773), 70.081 Todesfälle (+98)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.255.500 (+7200). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 123.277.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 1,01 (Vortag: 1,08)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 2869 (+29)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 1643 (-15)

Neuinfektionen steigen deutlich, Österreich lockert

19.42 Uhr: Österreich geht trotz zuletzt deutlich gestiegener Corona-Zahlen seinen Weg der schrittweisen Öffnung nun auf regionaler Ebene weiter. Aufgrund der vergleichsweise geringen Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen werde es ab 15. März im westlichsten Bundesland Vorarlberg zu Lockerungen kommen, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Montag an. Davon profitierten der Sport, die Kultur und die Gastronomie. Für den Rest des Landes gelte das Ziel, dass ab 27. März zumindest Gastronomie im Freien möglich werden solle. "Wir beginnen outdoor, bevor wir uns an weitere Indoor-Öffnungsschritte heranwagen können", sagte Kurz. 

Bei den Lockerungen sollten weiterhin Zutrittstests eine zentrale Rolle spielen. Jede Woche werde aktuell etwa ein Viertel der österreichischen Bevölkerung getestet, hieß es. Die Hoffnung ruhe auch auf der deutlichen Steigerung der Impfzahlen im März und April. Zentrales Ziel bleibe die Impfung der besonders gefährdeten Senioren und der Risikogruppen, meinte Kurz. "Meine Oma ist 92 und ist nach wie vor nicht geimpft", so der Regierungschef. Foto: Hans Punz/APA/dpa Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Im April solle möglichst auch die Hotellerie wieder öffnen, sagte Kurz. Aber es bleibe dabei, dass die weiteren Schritte von der Entwicklung bei den Neuinfektionen abhingen. Die Regierung nannte allerdings beim Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz keine konkrete Zahl, ab wann das Ruder gegebenenfalls wieder herumgerissen werde. Bei der Beurteilung der Lage spiele auch die Situation in den Kliniken eine Rolle. Die war zuletzt weitgehend stabil.     

"Wir wissen, dass es für die Bevölkerung schon ein verdammt langes Jahr ist", sagte Kurz. Er verteidigte die Öffnung aller Geschäfte vor drei Wochen. Dies sei ein wichtiger und und richtiger Schritt gewesen. Allein seitdem seien 120.000 Menschen, die vorher arbeitslos oder in Kurzarbeit gewesen seien, wieder in Beschäftigung gekommen. Am Montag wurden in Österreich 1409 Neuinfektionen binnen eines Tages gezählt. Das würde – unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner – rund 10.000 Fällen in Deutschland entsprechen. 

Die Analysen zeigten, dass sich nun vor allem Kinder und Jugendliche mit dem Virus ansteckten. Daher seien die in Österreich obligatorischen Coronatests in den Schulen besonders wichtig. Im Land sind seit Montag in den Apotheken nun auch kostenlose Selbsttests für zu Hause erhältlich. Sie sind als persönlicher Check gedacht, aber keine Zugangsberechtigung zum Beispiel für den Besuch von Friseuren. Kurz blieb bei seiner Zuversicht, dass der Sommer wieder weitgehend normal verlaufen könne.  Helmut Fohringer/APA/dpa

Spahn warnt vor schnellen Lockerungen

18.39 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor raschen Lockerungen der Corona-Regeln gewarnt. "Wir würden es uns allen nicht verzeihen, aber Sie auch Ihrer Regierung nicht, wenn wir jetzt zu schnell lockerten und auf einmal in vier oder sechs Wochen wieder vor ganz anderen Fragen stünden", sagte er am Montagabend bei einer Veranstaltung des Mittelstandsverbands BVMW. Auch er habe das Bedürfnis, einen Plan für Schritte zu mehr Normalität zu haben. "Aber wir schaffen grad halt nur eine schwierige Balance", räumte Spahn ein. Lockerungen könnten nur Schritt für Schritt passieren, allein die Öffnung von Schulen und Kitas führe zu Millionen Bewegungen jeden Tag.

Zugleich zeigte sich der Minister optimistisch. "Wir haben den Weg raus aus der Pandemie begonnen", sagte er. Dies könne das letzte Frühjahr in der Corona-Pandemie sein, möglicherweise habe man im April das Schlimmste hinter sich. Gerade beim Testen gebe es mit Schnell- und Selbsttests große Fortschritte, die auch konkrete Situationen im Alltag absichern könnten – Gastronomie- und Kinobesuche genauso wie Familientreffen. Auch das Impfen machen einen Unterschied, so gehe die Zahl der Krankenhausaufenthalte von Über-80-Jährigen deutlich zurück. dpa

WHO: Weltweite Corona-Zahlen steigen wieder

18.35 Uhr: Die weltweit gemeldeten Corona-Infektionszahlen steigen wieder. Nach sechs Wochen mit sinkender Tendenz gebe es nun wieder einen Zuwachs, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf. Abgesehen von Afrika und der Region im westlichen Pazifik sei überall ein Aufwärtstrend zu beobachten. "Das ist enttäuschend, aber nicht überraschend." Ursachen könnten die Corona-Lockerungen und die ansteckenderen Varianten des Virus sein – "und dass die Menschen weniger vorsichtig werden", sagte Tedros.

Der WHO-Chef ermahnte die internationale Gemeinschaft erneut, nicht allein auf Impfungen zu setzen. Grundsätzliche Hygieneregeln seien weiterhin Fundament der Pandemie-Bekämpfung. Erfreulich sei, dass endlich die Impfung von medizinischem Personal in den ärmeren Ländern begonnen habe, zum Beispiel in Ghana und der Elfenbeinküste. Bis Ende Mai erwarte die WHO, dass 237 Millionen Dosen Impfstoff zur Verteilung in 142 ärmeren Ländern bereitstünden. Tedros fügte hinzu: "Es ist bedauerlich, dass dies beinahe drei Monate nach dem Impfstart in manch besonders reichen Ländern passiert." dpa/Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus appelliert an reiche Länder: Gebt Impfstoff ab.

Schulen und Kitas im Berchtesgadener Land müssen wieder schließen

17.58 Uhr: Wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen werden im Landkreis Berchtesgadener Land ab Mittwoch Schulen und Kindergärten wieder geschlossen. Bereits ab Dienstag tritt wieder eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft, wie das Landratsamt in Bad Reichenhall am Montag mitteilte. Demnach dürfen Bürger ihre Wohnungen zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr nur noch in begründeten Fällen verlassen.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag die 7-Tage-Inzidenz in dem Kreis am Montag bei 106,7. Ab einem Wert von 100 müssen Schulen und Kitas in Bayern schließen. Dem Landratsamt zufolge gehen die Neuinfektionen auf mehrere private Zusammenkünfte in verschiedenen Gemeinden zurück.

Ministerium schlägt zwei Gratis-Schnelltests pro Woche für alle vor

16.00 Uhr: Mit Blick auf mögliche weitere Corona-Öffnungen hat das Bundesgesundheitsministerium Überlegungen für deutlich mehr Tests für alle Bürger konkretisiert. Jedermann soll demnach zweimal wöchentlich kostenlos einen Schnelltest durch geschultes Personal machen lassen können – etwa in Testzentren oder Praxen, aber auch bei weiteren Dienstleistern. Das geht aus einem neuen Vorschlag des Ministeriums von Montag hervor, der auch den Ländern zugeleitet wurde. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Diese Möglichkeiten zu "Bürgertests" sollen vorerst bis Ende Juni angeboten werden, für Anfang Juni ist eine Evaluation geplant. Der konkrete Starttermin im März ist laut dem Vorschlag noch offen. Damit in kurzer Zeit ausreichend Testkapazitäten entstehen, solle der Kreis der damit zu beauftragenden Stellen um Dienstleister erweitert werden, die etwa schon an Flugha?fen, Bahnhöfen und Autobahnen in kurzer Frist Testzentren aufgebaut haben, heißt es im Papier.

Altmaier will Öffnungen im März – auch bei höherem Inzidenzwert

15.15 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die Wirtschaftsminister der Länder wollen umfangreiche Öffnungsschritte aus dem Lockdown bereits im März – jedenfalls im Außenbereich. Sie rücken ab vom Inzidenzwert als alleinigem Maßstab für Lockerungen, wie das "Handelsblatt" und das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Montag unter Berufung auf ein mit der Wirtschaft abgestimmtes Öffnungskonzept Altmaiers berichteten. Darin wird auch eine "klare und vorausschaubare Perspektive" im Hinblick auf weitere Öffnungsschritte gefordert.

"Das Erreichen einer generellen bundesweiten oder regionalen Inzidenz von 35 oder darunter wird unter der Voraussetzung der zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen derzeit nicht für erforderlich gehalten", zitierten die Medien. Oberhalb einer Inzidenz von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner eines Bundeslandes, eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt seien Lockerungen zulässig, wenn sie in Verbindung mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen im Einzelfall vertretbar seien.  dpa/Andreas Mertens/BMWi/dpa Minister im Verteidigungsmodus: Wirtschaftsverbände hatten die Politik wegen der schleppenden Umsetzung der Coronahilfen wiederholt kritisiert – jetzt sagte Altmaier Besserung zu.

Die Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt der entsprechende Wert bundesweit aktuell bei 65,8.

Altmaier hatte am Freitag angekündigt, er werde ein mit der Wirtschaft abgestimmtes Öffnungskonzept vorlegen. Es soll als eine Grundlage für die Gespräche von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am kommenden Mittwoch dienen. Altmaier betonte am Freitag, dass sich die Wirtschaft eine unveränderte Fortführung der Corona-Beschränkungen "nicht leisten" könne. Es gehe um die "Substanz der Wirtschaft". 

Der Minister sagte, ein Öffnungskonzept müsse mehr Kriterien als nur die Inzidenz berücksichtigen – etwa die Zahl der Neuinfektionen, die Arbeitsfähigkeit der Gesundheitsämter oder die Auslastung der Intensivbetten. In dem Papier aus dem Wirtschaftsministerium heißt es laut RND zudem weiter, die Verfügbarkeit einer ausreichenden Zahl von Antigen-Schnelltests und Selbsttests könne einen entscheidenden Beitrag zur Aufrechterhaltung der Arbeit von Produktionsbetrieben und zur Ermöglichung von Öffnungen leisten.

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