Gesundheit

RKI: Coronazahlen sinken leicht – aber die Hotspots legen zu

Die vierte Welle der Corona-Pandemie trifft Deutschland weiter mit voller Kraft. Die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts lassen zwar auf eine Stabilisierung und sogar auf einen leichten Rückgang hoffen, befinden sich aber immer noch auf höchstem Niveau. Vor allem in den Hotspots eskaliert die Lage weiter.

Ingesamt ist die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen allerdings leicht gesunken. 42.055 neue Infektionen meldeten die Gesundheitsämter gestern nach Angaben des RKI. Das sind 2396 weniger als vor einer Woche. Insgesamt haben sich damit seit Beginn der Pandemie 6.158.125 Personen in Deutschland bestätigt mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Tatsächlich dürfte die Dunkelziffer aber erheblich höher liegen.

Corona-Pandemie


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Inzidenz sinkt – aber nicht in den Hotspots

Auch die 7-Tage-Inzidenz, welche die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche darstellt, sinkt weiter leicht. Sie liegt am Sonntagmorgen bei 439,2. Gestern hatte das RKI noch eine Inzidenz von 442,7 gemeldet, am Sonntag vergangener Woche lag sie sogar bei 446,7. Von einer Beruhigung der Lage sollte man aber nicht ausgehen. Mit Meißen hat der dritte Landkreis eine Inzidenz von über 2000 erreicht, der Landkreis Mittelsachen erreicht mit einem Wert von 2208,5 einen traurigen Rekord.

Tatsächlich könnten die Zahlen sogar noch höher liegen, warnte das RKI schon am Donnerstag. Zwar sei ein Teil des Rückgangs auch mit den intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung erklärbar, erklärte das RKI in seinem Wochenbericht. Es sei aber zu befürchten, dass die massiv angestiegenen Infektionen das Gesundheitssystem schlicht so sehr überfordert haben, dass die Meldungen nicht nachkämen. Das Sinken könnte in manchen Regionen "auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein", so das RKI.

Die Zahl der Todesfälle nahm um 94 zu (Vorwoche: 104), ingesamt sind 103.040 Menschen an den Folgen einer Covid-Erkrankung gestorben.

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