Gesundheit

Proteinbasierte COVID-Auffrischimpfung Vidprevtyn Beta erstmals bestellbar

Für die COVID-19-Impfstoff-Auslieferung ab dem 12. Dezember kann noch bis Dienstag kommender Woche bestellt werden – erstmals nun auch der neu zugelassene Booster-Impfstoff Vidprevtyn Beta von Sanofi. Es gilt zu beachten, dass der neue Impfstoff aus zwei Mehrdosendurchstechflaschen besteht, die vor der Applikation miteinander gemischt werden müssen.

Der Protein-Untereinheiten-Impfstoff Vidprevtyn Beta von Sanofi und GSK ist seit 10. November als Auffrischimpfung gegen COVID-19 für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Wer zuvor mit einem mRNA-Impfstoff oder Vektorimpfstoff geimpft worden ist, kann sich laut EMA mit dem neuen Impfstoff boostern lassen. Als Auffrischimpfung für Nuvaxovid eignet sich Vidprevtyn Beta somit (noch) nicht. In den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird Vidprevtyn Beta noch nicht erwähnt.

Arztpraxen können Vidprevtyn Beta jetzt bis Dienstag, 6. Dezember (12 Uhr), erstmals in den Apotheken bestellen. Eine Höchstbestellmenge gebe es laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) nicht, informiert aktuell die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Ab dem 12. Dezember soll dann die Auslieferung erfolgen.

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Tatsächlich gibt es mit dem neuen Impfstoff auch neue Aspekte bei der Anwendung zu beachten. Denn wie die KBV erklärt, besteht Vidprevtyn Beta aus zwei Mehrdosendurchstechflaschen, die vor der Anwendung durch Drehen vorsichtig zu mischen sind:

  • eine Durchstechflasche mit Antigen und
  • eine Durchstechflasche mit Adjuvans.

Die Durchstechflaschen sollen vor dem Mischen für mindestens 15 Minuten bei Raumtemperatur (bis zu 25 °C) und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Der Impfstoff muss danach sofort verabreicht oder bei Kühlschranktemperaturen von 2 bis 8 °C lichtgeschützt aufbewahrt und innerhalb von sechs Stunden verbraucht werden. Nach dem Mischen können zehn Dosen zu 0,5 ml entnommen werden. Eine Dosis enthält 5 Mikrogramm SARS-CoV-2-Spikeprotein (Stamm B.1.351) und das Adjuvans AS03.

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Wie die EMA in ihrer Zulassungsempfehlung zu Vidprevtyn Beta erklärte, wurde der Impfstoff, der sich gegen das Spikeprotein der Beta-Variante von SARS-CoV-2 richtet, in einer Studie mit 162 Erwachsenen zur Auffrischung mit Comirnaty (zielt auf den Wildtyp) verglichen. Dabei soll Vidprevtyn Beta mehr Antikörper gegen Omikron BA.1 erzeugt haben als Comirnaty. Vidprevtyn Beta soll deshalb – als Auffrischimpfung – mindestens so wirksam sein wie Comirnaty.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Vidprevtyn Beta zählten Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, allgemeines Unwohlsein und Schüttelfrost. Sie sollen in der Regel leicht und von kurzer Dauer gewesen sein.

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