Gesundheit

OTC: Zur Rose plus 72,5 Prozent, Apotheken plus 3,4 Prozent

Der SchweizerVersandhändler Zur Rose, die Muttergesellschaft von DocMorris, hat auf dem deutschenMarkt im vergangenen Jahr beim OTC-Verkauf stark zugelegt, musstesich im Versand mit Rx-Arzneien aber mit einem vergleichsweise deutlich schwächerenZuwachs zufriedengeben. Insgesamt befindet sich der Konzern auf einemungebrochenen Wachstumskurs und will bis 2022 seinen Umsatz verdoppeln. Dabeisetzen die Schweizer voll auf die zunehmende Digitalisierung.

Das Versandhandelsgeschäft mit Arzneimitteln brummt bei derSchweizer Zur Rose-Gruppe und deren niederländischer Tochter DocMorris – das gilt insbesondere für dendeutschen Markt, dem größten Absatzgebiet des Konzerns. Dabei zeigt dasGeschäft mit OTC-Produkten hierzulande deutlich mehr Schwung als derOnlineverkauf von Rx-Arzneimitteln, wie ein Blick in die jetzt vorgelegteJahresbilanz 2018 offenbart. Demnach wuchs der Umsatz bei OTC auf Euro-Basis gegenüber2017 markant um 72,5 Prozent; Zur Rose sieht sich in diesem Bereich mit klarem Abstandals Marktführer. Dagegen fiel das Plus beim Onlinehandel mit rezeptpflichtigenMedikamenten mit 5 Prozent deutlich moderater aus.

Als Grund gibt ZurRose an, dass hier bis zur Einführung des elektronischen Rezepts im Jahr 2020die Marketingaufwendungen zurückgefahren worden seien. In absolutenUmsatzzahlen sind die beiden Segmente allerdings nicht allzu weit auseinander:Während der Konzern mit OTC in Deutschland 368,6 Millionen Franken (rund 319 Mio.Euro) erlöste, waren es bei den Rx-Produkten 302,6 Millionen Franken (262 Mio.Euro).

OTC: Zur Rose plus 72,5 Prozent, Apotheken plus 3,4 Prozent

Interessant ist dabei ein Vergleich mit der allgemeinen Entwicklungdes Arzneimittelgeschäftes auf dem deutschen Markt. Der Umsatz der stationären Apotheken mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln kletterte im Jahr 2018 in Deutschland demnachum 5,5 Prozent auf 30,8 Milliarden Euro – das entspricht nahezu jenem Zuwachs,den auch Zur Rose im Versandgeschäft mit seinen Rx-Produkten erreicht hat. Dagegen legteder Apothekenumsatz mit OTC-Arzneimitteln 2018 lediglich um 3,4Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zu. Hier hat sich Zur Rose (plus 72,5 Prozent) also deutlich besserentwickelt als das OTC-Apothekengeschäft in Deutschland insgesamt.

Eine deutlich bessere Performance zeigte Zur Rose auch im Vergleichzum gesamten Versandhandelsgeschäft in Deutschland, das nach Angaben des SchweizerKonzerns 2018 um 5,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zulegte. Bemerkenswertdabei: Der Rx-Versand bei allen Versendern in Deutschland musste diesen Angaben zufolge imzurückliegenden Jahr sogar einen Rückgang um 1,6 Prozent hinnehmen, während dasFrauenfelder Unternehmen in dem Bereich ein mäßiges Wachstum hinlegte.

Insgesamt steigerte der Konzern seinen Umsatz in Deutschlandim vergangenen Jahr auf Basis der finalen Zahlen um 33,7 Prozent auf 581,3Millionen Euro beziehungsweise 671,25 Millionen Franken. Unter dem Strich standallerdings ein Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von minus 26,3 MillionenFranken. Zum Vergleich: 2017 lag der Ebit-Verlust im Deutschlandgeschäft etwashöher bei minus 29,05 Millionen Franken. Zu berücksichtigen ist dabei, dass derKonzern seit seinem Börsengang im Sommer 2017 bei der Konsolidierung auf demdeutschen Versandhandelsmarkt eine aktive Rolle gespielt hat und mit Aporot,Medpex, Eurapon und Vitalsana gleich vier Wettbewerber übernommen hat.

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