Gesundheit

Krematorium in Meißen an Kapazitätsgrenze: Wir äschern rund um die Uhr ein

Die Coronavirus-Pandemie hält Deutschland fest im Griff. Das Niveau der Neuinfektionen und der Todesfälle bleibt weiterhin hoch, während Mecklenburg-Vorpommern jetzt teilweise die Touristen aussperren will. Alles Wichtige zur Coronavirus-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Coronavirus-Pandemie am 9. Januar 2021

  • Söder warnt vor "Corona-RAF" (08.12 Uhr)
  • 22.260 Neuinfektionen und 917 neue Todesfälle in Deutschland, R-Wert steigt wieder stark (21.08 Uhr)

Corona im Überblick:

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Söder warnt vor "Corona-RAF"

08.09 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor einer Radikalisierung der sogenannten Querdenker-Szene gewarnt. "Auch wenn die Umfragewerte der AfD sinken, besteht die Gefahr, dass sich aus ihrem Umfeld heraus in Deutschland ein Corona-Mob oder eine Art Corona-RAF bilden könnte, die zunehmend aggressiver und sogar gewalttätig werden könnte", sagte Söder im Interview mit der "Welt am Sonntag". 

Söder äußerte sich mit Blick auf die Ereignisse in den USA, wo am vergangenen Mittwoch radikale Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump gewaltsam den Parlamentssitz gestürmt hatten. Der Vorfall sei eine "Schande für die führende Demokratie der westlichen Welt", sagte der bayerische Ministerpräsident.  dpa/Michael Kappeler/dpa-Pool/dpabild Markus Söder (CSU) spricht bei der Pressekonferenz zu Beginn seines Besuchs bei der Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag die pandemiebedingt im Berlin Congress Center (bcc) stattfindet.

"Aus bösen Gedanken werden böse Worte und irgendwann auch böse Taten", warnte Söder. "Deswegen müssen wir auch in Deutschland nicht nur die Sicherheitsmaßnahmen für die demokratischen Institutionen verbessern, sondern grundlegend die sektenähnliche Bewegung der 'Querdenker' und anderer vergleichbarer Gruppierungen in den Blick nehmen." Es bestehe die Gefahr, dass sich "aus größeren Bewegungen kleine Protestgruppen entwickeln, die am Ende einen radikalen Kern bilden, der zu einer Terrorzelle werden kann". 

Söder verteidigte das Corona-Krisenmanagement in Deutschland. Der EU-Kommission die Initiative zum Kauf von Corona-Impfstoffen zu überlassen, sei "nicht falsch" gewesen, "nur das bisherige Ergebnis ist noch nicht befriedigend". Deswegen sei es wichtig, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Impfstoffversorgung zur Chefsache erklärt und damit zur Gesamtaufgabe des Bundes gemacht habe. "Das wird nun sicher besser werden", prognostizierte Söder. Unter anderem werde es eine "schnellere Zulassung neuer Impfstoffe" geben, "ohne die Sorgfaltspflicht bei der Prüfung zu missachten". 

Um die Impfbereitschaft in Deutschland zu erhöhen, empfahl Söder, dass sich "auch Vorbilder des öffentlichen Lebens impfen lassen" sollten. "Damit erkennen die Menschen: Der Impfstoff ist sicher." Söder sprach sich zudem dafür aus, Ende Januar den Deutschen Ethikrat zu bitten, sich zur "sensiblen Frage" des Impfens zu äußern. 

RKI meldet knapp 17.000 Neuinfektionen und 465 Todesfälle

Sonntag, 10. Januar, 07.30 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben am Sonntag 16.946 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 465 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen bekanntgab. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 162,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 269,8 und Thüringen mit 232,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 74,0. Wegen der Feiertage sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1 908 527 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 40 343. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 525 300 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 1,16 (Samstag: 1,17). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 116 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass um den Jahreswechsel Corona-Fälle nur verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt werden, "so dass der R-Wert gegebenenfalls unterschätzt wird".

Anmerkung der Redaktion: Die Zahlen, die das RKI am Morgen meldet, weichen leicht von denen ab, die FOCUS Online jeweils am Vorabend vermeldet. Das liegt am unterschiedlichen Zeitpunkt der Datenerhebung und der Meldeverzögerung.s

21.08 Uhr: In Deutschland haben sich nach Angaben der Gesundheitsämter der Bundesländer 22.260 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Somit stieg die Zahl der positiv getesteten Menschen seit Pandemiebeginn auf 1.906.605. Insgesamt sind nun mehr als 40.000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben – mit den 917 Todesopfern vom Samstag steht die genaue Zahl nun 40.460. In den letzten vier Tagen waren jeweils mehr als 1000 Menschen am Coronavirus gestorben.

Der R-Wert sprang am Samstag stark an – von 1,15 auf 1,46. Am Donnerstag hatte der Wert noch bei 0,77 gelegen. Solch große Sprünge legen nahe, dass die Gesundheitsämter noch immer mit dem Nachmelden positiver Corona-Tests aus den Feiertagen beschäftigt sind.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 257.389 (+2753), 5463 Todesfälle (+127)
  • Bayern: 348.331 (+3668), 7664 Todesfälle (+164)
  • Berlin: 105.125 (+1479), 1547 Todesfälle (+60)
  • Brandenburg: 53.052 (+1595), 1409 Todesfälle (+60)
  • Bremen: 14.252 (+80), 219 Todesfälle (+7)
  • Hamburg: 40.129 (+537), 763 Todesfälle (+38)
  • Hessen: 147.012 (+2003), 3349 Todesfälle (+71)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 14.440 (+401), 235 Todesfälle (+9)
  • Niedersachsen: 117.541 (+1762), 2284 Todesfälle (+45)
  • Nordrhein-Westfalen: 420.181 (+5149), 7706 Todesfälle (+199)
  • Rheinland-Pfalz: 79.218 (+1164), 1740 Todesfälle (+54)
  • Saarland: 21.979 (+249), 553 Todesfälle (+11)
  • Sachsen: 152.487 (+2807), 3969 Todesfälle (+177)
  • Sachsen-Anhalt: 36.126 (+764), 851 Todesfälle (+27)
  • Schleswig-Holstein: 28.043 (+513), 534 Todesfälle (+14)
  • Thüringen: 49.040 (+1469), 1257 Todesfälle (+41)

Gesamt (Stand 09.01.2021, 21.00 Uhr): 1.906.605 (+22.260), 40.460 Todesfälle (+917)

Vortag (Stand 08.01.2021, 21.32 Uhr): 1.884.345 (+26.381), 39.543 Todesfälle (+1159)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 1.511.800 (+17.700)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei 354.345 (+3643)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,46 (Vortag: 1,15)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 5414 (-70)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 3066 (-4)

Mehr als 80.000 Corona-Tote in Großbritannien

18.23 Uhr: In Großbritannien sind inzwischen mehr als 80.000 Menschen gestorben, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Das teilte die Regierung in London am Samstag mit. Seit dem Vortag wurden 1035 neue Todesfälle gemeldet. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber noch höher sein. Laut Totenschein starben in dem Land bislang bereits rund 95.000 Menschen mit oder an der Krankheit Covid-19.

Weißes Haus warnt vor neuer US-Variante des Coronavirus – Behörden geben Entwarnung

16.58 Uhr: Nachdem die Corona-Taskforce des Weißen Hauses vor einer neuen US-Variante des Virus gewarnt hatten, dementierten die US-Gesundheitsbehörden die Existenz einer solchen Mutation. Die Fehleinschätzung soll während eines Gespräches mit Gouverneuren aufgekommen sein, berichtete der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Teilnehmerkreise.

Während des Gesprächs habe man darüber diskutiert, ob der drastische Anstieg der Infektionszahlen in den USA mit einer potenziellen Mutation des Virus, ähnlich wie in Großbritannien, erklärt werden könne. Es sei allerdings auch deutlich darauf hingewiesen worden, dass bisher eine solche US-Variante nicht nachgewiesen werden konnte. Patrick T. FALLON / AFP Eine Krankenschwester in der US-Metropole Los Angeles zieht Schutzkleidung an

Obwohl demnach nicht klar war, ob die US-Mutation des Coronavirus überhaupt existiert, wurde vor ihr gewarnt. In Berichten des Weißen Hauses vom 3.Januar, die an die Bundesstaaten verschickt wurden und der CNN vorliegen, heißt es unter anderem: „Der Anstieg im Herbst/Winter ist fast doppelt so hoch wie während der Frühlings- und Sommerhochzeiten. Diese Steigerung weist darauf hin, dass sich eine US-Variante sich hier entwickelt haben könnte, zusätzlich zu der UK-Variante, die sich bereits verbreitet und als 50 Prozent ansteckender gilt“. Man müsse nun aggressiver gegen „ein weitaus aggressiveres“ Virus vorgehen.

Frankreich plant strengere Corona-Ausgangssperren – auch deutsche Grenzregionen betroffen

16.50 Uhr: Die französische Regierung will wegen der Ausbreitung der Corona-Pandemie die Ausgangssperren in weiteren Landesteilen verschärfen. Die besonders strengen Ausgangssperren ab 18.00 Uhr, die bereits in stark von der Pandemie betroffenen Regionen gelten, sollen auf acht zusätzliche Départements ausgeweitet werden, sagte Frankreichs Regierungschef Jean Castex am Samstag in der südwestfranzösischen Stadt Tarbes. Angesichts zunehmender Kritik an den scharfen Maßnahmen verteidigte Castex diese als "schwierig, aber notwendig".

Bislang erklärten unter anderem die Präfekturen der an Deutschland grenzenden Regionen Bas-Rhin und Haut-Rhin sowie Allier, Cher und Côte d'Or, dass die strengeren Maßnahmen bei ihnen ab Sonntag gelten sollen.

Seit einer Woche gilt bereits in 15 Départements eine Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. In allen anderen Landesteilen müssen die Menschen ab 20.00 Uhr zu Hause bleiben. Frankreich ist eines der europaweit am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Länder.

Schwesig: Mecklenburg-Vorpommern will Touristen teils aussperren

16.02 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will ab Sonntag gegen den Tourismus vorgehen: In Gebieten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz ab 200 soll jeglicher Tourismus untersagt werden. Auch Inhaber von Ferienimmobilien sollen nicht mehr ihre Häuser und Wohnungen besuchen können.

Man könne der Bevölkerung nicht erklären, warum für sie selbst ein Bewegungsradius von 15 Kilometern gilt, Touristen aus anderen Bundesländern aber problemlos anreisen können, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag der „Bild“-Zeitung. Aktuell liegt aber nur ein Kreis über dem Inzidenzwert von 200: Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der flächenmäßig größte Landkreis Deutschland, mit einem Wert von 243,3. dpa/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild Menschen baden an einem See in Mecklenburg-Vorpommern (Archivbild)

Söder: "Müssen den Lockdown verlängern und vertiefen"

14.52 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geht von einer Verlängerung des derzeit bis 31. Januar befristeten Corona-Lockdowns aus. "Wir müssen den Lockdown, den wir jetzt haben, verlängern und an einige Stellen auch noch vertiefen", sagte Söder am Samstag beim digitalen Neujahrsempfang der nordrhein-westfälischen CDU. Bund und Länder hatten sich erst am vergangenen Dienstag darauf geeinigt, den Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar zu verlängern. dpa/Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa CSU-Chef Markus Söder (l )zugeschaltet neben Armin Laschet (CDU).

Söder sagte, zu viele Menschen suchten noch Schlupflöcher bei den vereinbarten Corona-Beschränkungen oder diskutierten Einzelmaßnahmen. Viele stellten sich auch als Opfer der Pandemie dar. Die wahren Opfer seien aber die fast 40.000 Toten in Zusammenhang mit dem Virus. "Es ist jedes Mal ein kleiner Stich ins Herz." Um jedes Leben werde gekämpft, versprach Söder. "Jeder Tag ist eine neue Bewährungsprobe."

Er habe Verständnis für den Ärger vieler Menschen über die Maßnahmen, vor allem aus der Wirtschaft, sagte Söder. Die versprochenen Wirtschaftshilfen müssten auch endlich kommen. "Es dauert schon sehr lange, und manches wirkt sehr bürokratisch." Erst ab kommender Woche sollten endgültig die Auszahlungen der Novemberhilfen kommen. "Aber wird sind im Januar."

83 Infizierte, 23 Tote: Kripo ermittelt gegen Weimarer Pflegeheim

14.49 Uhr: Nachdem es in einem Pflegeheim in Thüringen zu einem Corona-Ausbruch kam, bei dem sich 83 der insgesamt 94 Bewohner mit dem Virus infizierten und 23 von ihnen starben, ermittelt nun die Kriminalpolizei. Der Vorwurf: Die Hygienemaßnahmen sollen missachtet worden sein, so berichtet die „Bild“-Zeitung.

Die Stadt Weimar erstattete Strafanzeige gegen das betroffene Heim, nachdem ein Arzt einen Hinweis gegeben haben soll. Wie am Freitag mitgeteilt wurde, habe es „trotz der geltenden Hygieneregeln und der mehrfachen Unterstützung durch die Stadt zur Abwendung eines Pflegenotstandes“ Verstöße gegen die Corona- und Hygiene-Maßnahmen gegeben, die zu dem Ausbruch geführt haben sollen.

„Ich kann eine solch' hohe Sterberate in einem einzelnen Pflegeheim nicht kommentarlos zur Kenntnis nehmen“, erklärte zudem Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine gegenüber der Zeitung. Die vielen Todeszahlen in dem Pflegeheim würden Fragen aufwerfen, die nun durch die Ermittlungen beantwortet werden sollen, so Kleine weiter.

Verschärfte Lage im Elsass – Ausgangssperre ab 18 Uhr

13.33 Uhr: Im Elsass gilt ab Sonntag wegen des Coronavirus eine verschärfte abendliche Ausgangssperre. In den an Deutschland grenzenden französischen Départements Bas-Rhin und Haut-Rhin wird das sogenannte couvre-feu auf 18 Uhr vorgezogen. Die Corona-Lage in dem Département Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Straßburg gebe Anlass zu großer Sorge, teilte die zuständige Präfektur am Samstag mit. Daher werde die Ausgangssperre von 20 auf 18 Uhr vorverlegt. Ähnlich äußerte sich das Département Haut-Rhin. dpa Schlittschuhläufer vergnügen sich auf dem zugefrorenem Schwansee.

Die Menschen dürfen zu dieser Zeit weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe das Haus verlassen. Spaziergänge, Einkäufe oder Sport an der frischen Luft sind aber untersagt. Bereits seit Anfang Januar gilt diese Regelung auch in dem an Deutschland grenzenden Département Moselle.

Die Ausgangssperre ab 18 Uhr gilt in besonders schwer von der Pandemie getroffen Regionen vor allem im Osten und Süden Frankreichs. Im restlichen Teil des Landes, darunter auch Paris, gilt eine abendliche Ausgangssperre ab 20 Uhr.

Touristen stürmen bayerischen Schwansee – Polizei setzt Schlittschuhfahrer ein

12.46 Uhr: Den großen Ansturm haben Bayerns beliebte Ausflugsziele am Samstagvormittag noch nicht verzeichnet. Doch trotz der Appelle, zu Hause zu bleiben, waren schon viele Ausflügler unterwegs. Insbesondere am Schwansee (Landkreis Ostallgäu) war der Besucherandrang bereits am Morgen stark. "Der Schwansee ist und bleibt Problemkind", sagte am Sonntag ein Polizeisprecher. Besucherparkplätze seien bereits früh überfüllt gewesen. In den vergangenen Tagen waren dort bis zu 600 Personen auf dem Eis gewesen. Um an die geltenden Anti-Corona-Maßnahmen zu erinnern und Verstöße zu ahnden, habe man Polizisten in Schlittschuhen auf das Eis geschickt.

Andernorts in Bayern blieb es zunächst ruhig. Im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald verzeichnete die Polizei am Vormittag noch kein verstärktes Besucheraufkommen. Man gehe aber davon aus, dass die Zahl an Ausflüglern spätestens gegen 13 Uhr ansteige.

Ab kommender Woche: Negativer Corona-Test vor Einreise nach England verlangt

12.26 Uhr: Für Einreisen nach England ist von kommender Woche an ein negativer Corona-Test vorgeschrieben. Alle Reisenden, die mit dem Flug, Zug oder Schiff eintreffen, müssen einen entsprechenden Nachweis vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps in der Nacht zum Freitag mitteilte. Mit der Maßnahme soll die Verbreitung neuer Corona-Varianten unterbunden werden.

Wer keinen Test nachweisen kann, muss auf der Stelle 500 Pfund (gut 550 Euro) Strafe zahlen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Lastwagenfahrer, Kinder unter elf Jahren und Einreisen aus Irland. Die Ankündigung betrifft nur England, aber ähnliche Maßnahmen für die anderen Landesteile Wales, Schottland und Nordirland sollen folgen.

„Wir haben bereits bedeutende Maßnahmen getroffen, um importierte Fälle von Covid-19 zu verhindern, aber angesichts der internationalen Verbreitung neuer Virusstämme müssen wir weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen“, sagte Shapps. Tests vor der Abreise seien eine weitere Abwehrmaßnahme, zusätzlich zur verpflichtenden Selbstisolation nach der Einreise aus einem anderen Land.

Denise siebuhr Coronabedingtes Stillleben am Londoner Flughafen Heathrow.  

Der Chef des größten Londoner Flughafens Heathrow bezeichnete die Maßnahme im BBC-Interview als „echte Herausforderung“ für Reisende. Die Testkapazitäten seien von Land zu Land sehr unterschiedlich, sagte John Holland-Kaye und rief die britische Regierung dazu auf, sich für gemeinsame internationale Standards beim Testen einzusetzen.

Surftipp: Alle Neuigkeiten zur Corona-Impfung finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online 

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