Gesundheit

Kassenärzte mahnen: Impfstoff nicht unverimpft liegen lassen

Informationen zur Coronavirus-Impfung vom 25. Februar 2021

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US-Behörde bescheinigt Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson hohe Wirksamkeit

16.46 Uhr: Der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson hat nach Angaben der US-Arzneimittelbehörde FDA eine sehr hohe Wirksamkeit. Wie aus am Mittwoch veröffentlichten Unterlagen hervorgeht, verhinderte das Mittel in einer großen klinischen Studie in den USA schwere Erkrankungen zu 85,9 Prozent. Bei Studien in Südafrika und Brasilien lag die Wirksamkeit demnach bei 81,7 beziehungsweise 87,6 Prozent. Damit scheint der Impfstoff also auch gut gegen die südafrikanische und die brasilianische Virus-Variante zu wirken, die als deutlich ansteckender gelten.

In den USA sind bislang die Corona-Impfstoffe der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer sowie des US-Konzerns Moderna zugelassen. Johnson & Johnson hatte Anfang Februar einen Antrag auf Notfallzulassung seines Impfstoffs in den USA gestellt. Am Freitag berät ein Expertenausschuss der FDA über die Zulassung.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson hat eine geringere Wirksamkeit als die in den USA bereits zugelassenen Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna, könnte die Impfkampagne nach Angaben von Experten aber deutlich vereinfachen und beschleunigen: Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen ist bei Johnson & Johnson nur eine Injektion nötig. 

Außerdem kann das Mittel leichter transportiert und aufbewahrt werden: Nach Unternehmensangaben ist es mindestens drei Monate lang bei Temperaturen zwischen zwei und acht Grad haltbar. Der Biontech-Impfstoff benötigt bei längerer Lagerung eine extrem niedrige Temperatur von minus 70 Grad.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson nutzt ein sogenanntes Adenovirus als Vektor. Dieses löst normalerweise eine gewöhnliche Erkältung aus, wurde jedoch so verändert, dass es sich nicht vermehren kann. Über den Vektor werden genetische Anweisungen an die Zellen übermittelt, ein bestimmtes Protein des Coronavirus zu produzieren. Auf diese Weise wird das Immunsystem auf die Bekämpfung des echten Coronavirus vorbereitet. Cheryl Gerber/Johnson & Johnson/

Impfvordränglern drohen künftig harte Strafen

15.40 Uhr: Wer sich impfen lässt, obwohl er nach der Impfverordnung noch nicht an der Reihe ist, soll mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro bestraft werden können. Das sieht ein Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen für das „Gesetz zur Fortgeltung der die epidemische Lage von nationaler Tragweite“ vor, der dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" vorliegt.

Danach wird ein Verstoß gegen die Impfverordnung künftig als Ordnungswidrigkeit eingestuft, die mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann.  Bundesweit hatte es in den vergangenen Wochen Dutzende Fälle von „Impfvordränglern“ gegeben. Die derzeit gültige Fassung der Impfverordnung sieht Ausnahmen von der Impfreihenfolge nur dann vor, wenn angebrochene Impfdosen andernfalls weggeschmissen werden  müssen.

Bericht: Merkel spricht sich gegen Bevorzugung von Geimpften aus

14.43 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich in einem Gespräch mit der „FAZ“ gegen eine Vorzugsbehandlung für Geimpfte ausgesprochen: „Solange die Zahl der Geimpften noch so viel kleiner ist als die derjenigen, die auf die Impfung warten, sollte der Staat beide Gruppen nicht unterschiedlich behandeln.“

Merkel betonte die Wichtigkeit der Impf-Priorisierung. Erst wenn es mehr Impfstoff geben würde, könne man den Impfvorgang flexibler handhaben: „Wenn wir genügend Menschen ein Impfangebot gemacht haben werden und sich einige partout nicht impfen lassen wollen, wird man überlegen müssen, ob es in bestimmten Bereichen Öffnungen und Zugänge nur für Geimpfte geben soll. Aber da sind wir noch nicht.“ Zudem müsse man sicher gehen, dass Geimpfte nicht mehr ansteckend seien.

Merkel selbst wolle sich erst impfen lassen, „wenn sie nach der von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Priorisierung an der Reihe ist“. Diejenigen, die in ihrem Beruf weniger leicht Abstand halten können, sollten neben „besonders vulnerablen und den älteren Menschen“ vor ihr geimpft werden. Auch Menschen mit besonderen Vorerkrankungen zählte die Kanzlerin dabei auf. Dies sei eine „sinnvolle Reihenfolge“, an die sich Merkel auch halten wolle. Gleichzeitig merkte sie an: „Ich möchte Corona nicht bekommen und tue vieles, um es zu verhindern.“ dpa/Owen Humphreys/PA Wire/dpa Medizinisches Personal befüllt eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca.

Merkel zeigte sich weiter zuversichtlich, was die Impfbereitschaft der Deutschen angeht. Diese sei kein Grund, „pessimistisch zu sein.“ Gegen eine Impfpflicht sprach sie sich klar aus: „Davon rate ich ab. Wir haben zugesagt, dass es keine Impfflicht geben wird. Ich halte das bei der insgesamt hohen Impfbereitschaft auch nicht für notwendig.“

 

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