Gesundheit

Hartnäckigen Quarantäne-Verweigerern droht ab heute der Corona-Knast in Schleswig-Holstein

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die ganze Welt weiter fest im Griff, immer lauter werden die Rufe nach einem Ende des Lockdowns in Deutschland. Österreich plant die Öffnung von Handel, Schulen und Friseuren ab dem 8. Februar. Wichtige Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top Corona-News am 2. Februar 2021

  • Virologe Drosten warnt vor zu frühen Lockerungen (23.02 Uhr)
  • Knapp 7000 Neuinfektionen in Deutschland – R-Wert fällt wieder unter kritische Marke (21.35 Uhr)
  • Nach Covid-Infektion: Britischer Corona-Held Tom Moore im Alter von 100 Jahren gestorben (17.56 Uhr)

Corona-News im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick

Virologe Drosten warnt vor zu frühen Lockerungen

23.02 Uhr: Der Virologe Christian Drosten hat erneut eindringlich vor zu frühen Lockerungen in der Corona-Pandemie gewarnt. "Für die Zeit bis Ostern können wir noch nicht viel an Bevölkerungsschutz durch die Impfung erwarten", sagte der Charité-Wissenschaftler im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info vom Dienstag. Im Vordergrund stehe der Schutz für die Risikogruppen. Auch wenn durch die Impfungen die Sterblichkeit sinke, bleibe das Verringern der Fallzahlen für ihn essenziell. Christophe Gateau/dpa

Wo und wie schnell man lockere, müsse man genau prüfen, betonte Drosten. Es gebe "einen großen Grund zur Sorge". Er sprach von einem Szenario, in dem es zu zahlreichen schweren Krankheitsverläufen in der mehr als 23 Millionen Menschen umfassenden Gruppe der 40- bis 60-Jährigen kommen könnte – falls zu früh gelockert würde und diese Menschen noch nicht ausreichend geschützt seien, etwa durch Impfungen.

Über den in Aussicht gestellten Anstieg der Impfstoffdosen im Jahresverlauf zeigte sich Drosten nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern "sehr positiv überrascht". "Die Situation ist viel besser als ich das noch vor Tagen gedacht habe."

Knapp 7000 Neuinfektionen in Deutschland – R-Wert fällt wieder unter kritische Marke

21.35 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben am Dienstag 6899 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit stieg die Zahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 2.231.892 Fälle. Zudem sind 750 weitere Menschen binnen 24 Stunden laut der Auswertung an oder mit dem Coronavirus gestorben. Seit Beginn der Pandemie sind somit in Deutschland 58.314 Menschen gestorben. 

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 295.282 (+1121), 7210 Todesfälle (+45)
  • Bayern: 404.241 (+796), 10.504 Todesfälle (+110)
  • Berlin: 120.745 (+353), 2326 Todesfälle (+33)
  • Brandenburg*:  68.680 (+359), 2355 Todesfälle (+70)
  • Bremen: 16.125 (+135), 279 Todesfälle (+6)
  • Hamburg: 46.771 (+209), 1074 Todesfälle (+1)
  • Hessen: 172.367 (+311), 4926 Todesfälle (+84)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 20.283 (+265), 480 Todesfälle (+6)
  • Niedersachsen: 143.304 (+377), 3347 Todesfälle (+62)
  • Nordrhein-Westfalen: 487.849 (+908), 10.965 Todesfälle (+144)
  • Rheinland-Pfalz: 93.729 (+392), 2616 Todesfälle (+45)
  • Saarland: 25.979 (+169), 763 Todesfälle (+8)
  • Sachsen: 181.313 (+693), 6463 Todesfälle (+108)
  • Sachsen-Anhalt: 52.881 (+297), 1833 Todesfälle (+36)
  • Schleswig-Holstein: 36.547 (+248), 944 Todesfälle (+27)
  • Thüringen: 65.796 (+221), 2229 Todesfälle (+36)

Gesamt (Stand 02.02.2021, 21.18 Uhr): 2.231.892 (+6899), 58.314 Todesfälle (+750)

Vortag (Stand 01.02.2021, 20.47 Uhr): 2.224.993 (+5450), 57.564 Todesfälle (+450)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 1.954.000 (+18.500). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei 273.089.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (4-Tage-R-Wert): 0,85 (Vortag: 1,01)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 4264 (Vergleich zum Vortag: -58)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2356 (Vergleich zum Vortag: +6)

*Hinweis: Das Land Brandenburg hat das Meldeverfahren an die bundesweite Pandemie-Berichterstattung angeglichen.

Die meisten Neuinfektionen wurden am Dienstag aus Baden-Württemberg (1121) und Nordrhein-Westfalen (908) gemeldet. Der R-Wert lag am Dienstag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 0,85 und sank damit unter den kritischen Wert von 1. 100 Infizierte stecken somit im Schnitt 85 Menschen an.

Die Zahl der Intensivbetten, die laut DIVI-Intensivregister von Covid-19-Patienten belegt werden, liegt heute bei 4264 und ist damit im Vergleich zum Vortag um 58 gesunken.

Nach Covid-Infektion: Britischer Corona-Held Tom Moore im Alter von 100 Jahren gestorben

17.56 Uhr: Der britische Rekordspendensammler Tom Moore ist nach seiner Corona-Infektion gestorben. Er wurde 100 Jahre alt. Das bestätigten seine Töchter auf Twitter.

Der Veteran aus dem Zweiten Weltkrieg hatte im vergangenen Jahr mit einem Spendenlauf knapp 32,8 Millionen britische Pfund (etwa 37 Millionen Euro) für den Nationalen Gesundheitsdienst NHS in der Corona-Pandemie gesammelt. Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof marschiert und schaffte damit sogar einen Guinness-Weltrekord. Innerhalb kürzester Zeit wurde er zum nationalen Symbol für Solidarität und Optimismus.

Eine Impfung gegen Covid-19 habe Moore nicht erhalten, berichtete die BBC unter Berufung auf eine Sprecherin des 100-Jährigen. Grund dafür seien die Medikamente gewesen, die er zur Behandlung seiner Lungenentzündung erhalten habe. dpa/Chris Jackson/PA Wire/dpa Königin Elizabeth II. (l) schlägt Tom Moore während einer Zeremonie im Freien auf Schloss Windsor zum Ritter.

Queen Elizabeth II. (94) hatte Moore im Sommer auf Schloss Windsor zum Ritter geschlagen. Der stets zu Scherzen aufgelegte Senior witzelte damals, die Königin möge sich hoffentlich mit dem Schwert nicht ungeschickt anstellen.

Zu seinem 100. Geburtstag im April 2020 hatte er etwa 125.000 Glückwunschkarten aus Großbritannien und der ganzen Welt erhalten. Über sein Haus in dem beschaulichen Örtchen Marston Moretaine in der Grafschaft Bedfordshire donnerten damals zu seinen Ehren Kampfflugzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Maskenpflicht gilt in Berlin künftig auch im Auto

15.39 Uhr: In Berlin gilt künftig auch eine Maskenpflicht im Auto. Ausgenommen sind der Fahrer und bei Fahrten im privaten Pkw die Mitglieder des eigenen Haushalts. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen, wie der Regierende Bürgermeister, Michael Müller (SPD), am Dienstag nach der Senatssitzung mitteilte. Vorgeschrieben ist eine medizinische Maske so wie beim Einkaufen und bei Fahrten im ÖPNV. Die neuen Regeln betreffen auch Versammlungen in Form eines Autokorsos und sollen in den kommenden Tagen in Kraft treten. Die aktuelle Infektionsschutzverordnung wird entsprechend angepasst.

Müller sagte, ein Nachschärfen der Verordnung sei an dieser Stelle nötig gewesen. Die Infektionszahlen in Berlin seien rückläufig. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber wir wollen dranbleiben, wir werden nicht übermütig."

Epidemische Notlage könnte bis Juni verlängert werden

15.11 Uhr: Die Bundesregierung strebt nach Medienberichten an, bis in den Juni hinein den Status einer sogenannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufrecht zu erhalten und dies per Bundestagsbeschluss entsprechend verlängern zu lassen. Wie das "Handelsblatt" und das Nachrichtenportal "The Pioneer" berichten, sieht das ein entsprechender Entwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium vor.

Der Bundestag hatte eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" erstmalig am 25. März 2020 festgestellt. Im November stellte das Parlament dann im Zuge der Abstimmung über das sogenannte dritte Bevölkerungsschutzgesetz auf Antrag von Union und SPD den Fortbestand der Ausnahmelage erneut fest.

Der Schritt ist laut Infektionsschutzgesetz Grundlage für Corona-Schutzmaßnahmen und Sonderbefugnisse zum Beispiel der Regierung, um im Kampf gegen die Corona-Pandemie Rechtsverordnungen zu erlassen, ohne dass der Bundesrat zustimmen muss. Das können etwa Reiseregeln oder Testvorgaben sein. Normalerweise ist bei den meisten Verordnungen ein Ja der Länderkammer notwendig. dpa/Michael Kappeler Der Bundestag aus der Vogelperspektive.

300 falsche Atteste ausgestellt? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Ärzte aus Hessen

12.52 Uhr: Bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Fulda tragen die meisten keine Maske. Sie können offenbar ein Attest vorweisen, das sie von der Pflicht befreit. Doch alle Atteste wurden von zwei Ärzten erstellt. Eine pauschale "Gefälligkeit", ohne dass die "Patienten" überhaupt untersucht worden waren?

Es entstand jedenfalls der begründete Verdacht, dass die besagten Mediziner falsche Gesundheitsgutachten ausgestellt hatten. Handelte es sich zunächst um eine geringere Anzahl, ist mittlerweile von Seiten der Staatsanwaltschaft von 300 Fällen solcher falscher Atteste die Rede.

Im Zuge der Ermittlungen gegen die Mediziner hatten Polizeibeamte am Mittwoch vergangener Woche Praxisräume und auch eine Privatwohnung in Gersfeld durchsucht und umfangreiches digitales Datenmaterial sichergestellt, das jetzt ausgewertet wird. Ermittelt wird wegen Verdachts auf Ausstellung falscher Gesundheitszeugnisse.

Die ausführliche News zu diesem Fall lesen Sie hier.

Nächstes Bund-Länder-Treffen zu Corona-Lage am 10. Februar

11.34 Uhr: Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das aktuelle Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlin, bestätigte den Termin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. dpa/Hannibal Hanschke/Reuters/Pool Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (l, SPD) und der CSU-Vorsitzende Markus Söder.

Im Mittelpunkt der Schaltkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird die Frage stehen, ob der seit 16. Dezember geltende harte Lockdown mit vielen geschlossenen Geschäften und Schulen sowie Kitas im Notbetrieb über den 14. Februar hinaus verlängert wird. Zudem soll bis zu dem Treffen ein "nationaler Impfplan" vorliegen, um mehr Berechenbarkeit und Verlässlichkeit bei den Impfstofflieferungen zu erreichen.

Gäste attackieren Polizisten: Hochzeitsfeier aufgelöst

11.14 Uhr: Am Montagabend musste die Polizei in Berlin eine Hochzeitsfeier auflösen. Im Bezirk Schöneberg feierten mindestens 20 Personen in einer Wohnung, wie die "Bild" berichtet. Einige Gäste sollen Beamte attackiert haben. Die Polizei musste Pfefferspray einsetzen, mehrere Personen wurden vorläufig festgenommen.

Bereits am vergangenen Samstag wurde in Spandau eine Hochzeitsfeier mit 33 Gästen in einer Drei-Zimmer-Wohnung gefeiert. Auch hier löste die Polizei die Feier auf.

Grenz-Hotspot: Bayrischer Kreis Tirschenreuth hat höchste Corona-Inzidenz in Deutschland

9.17 Uhr: Die bayerische Grenzregion zu Tschechien bleibt ein Brennpunkt der Corona-Pandemie in Deutschland. Nach den am Dienstag veröffentlichten neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 322 Infektionen pro 100.000 Einwohnern deutschlandweit an der Spitze. Unter den zehn Kommunen mit den höchsten Inzidenzwerten sind vier bayerische Kreise: Auf Platz drei liegt der Kreis Hof mit 283,8, auf Platz sechs der Landkreis Regen mit 249,3 und an neunter Stelle der Kreis Wunsiedel mit 235,4.

Alle vier Landkreise grenzen an Tschechien, das mit fast einer Million Corona-Infektionen bei knapp elf Million Einwohnern von der Pandemie sehr stark getroffen ist. Bayern war am Dienstag als einziges westdeutsches Bundesland unter den ersten zehn Landkreisen mit besonders hohen Inzidenzen, die übrigen sechs Landkreise liegen sämtlich in den neuen Bundesländern.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 90, in Bayern bei 92. Fünf Bundesländer überschritten am Dienstag noch einen Inzidenzwert von 100: Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und das Saarland.

RKI-Zahlen am Dienstag: 6114 Corona-Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle gemeldet

6.49 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6114 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 861 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6412 Neuinfektionen und 903 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 90. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.228.085 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 02.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 57 981. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.954.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,88 (Vortag 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Bundeswehrverband: Wer Soldaten anfordert, soll sie auch impfen

Dienstag, 2. Februar, 0.14 Uhr: Wer Soldaten in der Corona-Pandemie anfordert, soll sie nach Ansicht des Deutschen Bundeswehrverbandes auch impfen. "Jeder, der auf dem Wege der Amtshilfe Soldaten anfordert, muss sicherstellen, dass sie rechtzeitig vorher geimpft werden können", sagte Vize-Verbandschef Jürgen Görlich den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) mit Blick auf die Bundesländer und die Kommunen. Ohne Impfung sollte nach Görlichs Meinung auch kein Mitglied der Truppe in einen Auslandseinsatz geschickt werden. dpa/Kay Nietfeld/dpa Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Bundesministerin der Verteidigung steht mit Soldaten vor einem Altenheim.

"Soldatinnen und Soldaten, die in der Corona-Hilfe oder einem Einsatz einem gesteigerten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, brauchen zwingend den bestmöglichen Schutz", sagte Görlich. Die Forderung nach einem Vorrang für Soldaten im Einsatz gelte so lange, bis ausreichend Impfstoff gegen das Coronavirus für alle da sei. Seit Monaten wird über eine Corona-Impfpflicht für Soldaten beraten.

In der Corona-Pandemie können die Landkreise die Bundeswehr um Amtshilfe bitten. So helfen die Soldaten etwa in Alten- und Pflegeheimen. Der Deutsche Bundeswehrverband versteht sich als Interessenvertretung der Menschen bei der Bundeswehr.

Corona-News vom 1. Februar 2021

Bundesländer melden 5450 Neuinfektionen und 450 weitere Corona-Todesfälle

21.05 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben laut Recherchen von FOCUS Online am Montag 5450 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit stieg die Zahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 2.208.689 Fälle. Zudem sind 450 weitere Menschen binnen 24 Stunden laut der Auswertung an oder mit dem Coronavirus gestorben. Seit Beginn der Pandemie sind somit in Deutschland 57.564 Menschen gestorben. 

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 294.116 (+585), 7165 Todesfälle (+113)
  • Bayern: 403.445 (+1141), 10.384 Todesfälle (+13)
  • Berlin: 120.392 (+455), 2293 Todesfälle (+17)
  • Brandenburg*: 68.321 (+146), 2285 Todesfälle (+14)
  • Bremen: 15.990 (+22), 273 Todesfälle (+4)
  • Hamburg: 46.562 (+155), 1073 Todesfälle (+2)
  • Hessen: 172.056 (+233), 4842 Todesfälle (+30)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 20.018 (+84), 474 Todesfälle (+23)
  • Niedersachsen: 142.927 (+308), 3285 Todesfälle (+3)
  • Nordrhein-Westfalen: 486.941 (+1100), 10.821 Todesfälle (+40)
  • Rheinland-Pfalz: 93.337 (+321), 2571 Todesfälle (+42)
  • Saarland: 25.810 (+28), 755 Todesfälle (+5)
  • Sachsen: 180.620 (+409), 6355 Todesfälle (+72)
  • Sachsen-Anhalt: 52.584 (+189), 1797 Todesfälle (+37)
  • Schleswig-Holstein: 36.299 (+109), 917 Todesfälle (+29)
  • Thüringen: 65.575 (+165), 2193 Todesfälle (+6)

Gesamt (Stand 01.02.2021, 20.47 Uhr): 2.224.993 (+5886), 57.564 Todesfälle (+450)

Vortag (Stand 31.01.2021, 21.23 Uhr): 2.203.239 (+8944), 57.114 Todesfälle (+243)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 1.935.600 (+13.900). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei 273.089.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (4-Tage-R-Wert): 1,01 (Vortag: 1,01)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 4322 (Vergleich zum Vortag: -26)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2350 (Vergleich zum Vortag: +12)

*Hinweis: Das Land Brandenburg hat das Meldeverfahren an die bundesweite Pandemie-Berichterstattung angeglichen.

Die meisten Neuinfektionen wurden am Montag aus Bayern (1141) und Nordrhein-Westfalen (1100) gemeldet. Der R-Wert lag am Montag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 1,01 und war identisch zum Vortag. Aktuell liegt der Wert um 1,0. "Aufgrund der nach wie vor sehr hohen Zahl an infizierten Personen in Deutschland bedeutet dies weiterhin eine hohe Zahl von täglichen Neuinfektionen", teilt das RKI in seinem Lagebericht mit.

EMA prüft Antikörper-Medikament für Einsatz gegen Corona

20.08 Uhr: Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat mit der Prüfung eines neuen Corona-Medikaments begonnen, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kürzlich für Deutschland eingekauft hat. Der EMA-Ausschuss für Humanarzneimittel untersuche das auf der Kombination von zwei Antikörpern beruhende Mittel REGN-COV2, teilte die Behörde am Montag mit.

Das Medikament, das gemeinsam vom US-Hersteller Regeneron und vom Schweizer Unternehmen Hoffman-La Roche entwickelt wurde, soll im vergangenen Jahr zur Behandlung der Covid-Infektion des damaligen US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt worden sein.

Nach Angaben der EMA erfolgt die Wirksamkeitsprüfung im Rahmen eines sogenannten Rolling-Review-Verfahrens. Dabei bewerten Experten Daten aus Studien, auch wenn diese Versuche noch nicht abgeschlossen sind und noch kein Antrag auf Zulassung gestellt wurde. Das Zulassungsverfahren kann auf diese Weise verkürzt werden.

Der EMA zufolge deutet eine Studie darauf hin, dass das Mittel die im Blut vorhandene Menge an Corona-Viren reduzieren kann. Es sei aber noch zu früh, um Schlussfolgerungen über das Verhältnis von Nutzen und Risiken zu ziehen. In den USA gibt es für REGN-COV2 eine Notfallzulassung der Arzneimittelbehörde FDA. Ob die EMA der EU-Kommission die Zulassung für Europa empfehlen wird, ist noch offen.

Gesundheitsminister Spahn hatte Ende Januar den Ankauf von 200.000 Dosen von zwei Antikörper-Medikamenten zur Corona-Behandlung für rund 400 Millionen Euro bekanntgegeben. Sie sollen zunächst in Uni-Kliniken bei Risikopatienten in der Frühphase eingesetzt werden.

Neben REGN-COV2 orderte das Ministerium ein Mittel des US-Pharmaunternehmen Eli Lilly, das ebenfalls sogenannte monoklonale Antikörper enthält. Sie werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen können. 

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