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Gesundheit: Schon kurzes sportliches Training zeigt deutliche Wirkung – Heilpraxis

Vorteile von kurzen sportlichen Trainingseinheiten

Kurze Trainingseinheiten führen zu einer deutlichen Verbesserung des Niveaus der Metaboliten, die Indikatoren für wichtige körperliche Gesundheitsprobleme sind. Durch eine Messung dieser Metaboliten kann einfach und effektiv festgestellt werden, wie fit eine Person ist und ob beispielsweise Menschen mit Bluthochdruck oder anderen metabolischen Risikofaktoren mehr Sport treiben sollten.

Wenn Menschen sich für eine kurze Zeit sportlich betätigen, ist dies mit einer Verbesserung von verschiedenen Metaboliten verbunden, welche auf Gesundheitsprobleme hindeuten können, so das Ergebnis einer Untersuchung unter der Beteiligung von Forschenden des Massachusetts General Hospital, Boston. Die Studie wurde in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Circulation“ veröffentlicht.

Bedeutung von körperlicher Aktivität

Es ist bereits länger bekannt, dass es einen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und besserer Gesundheit gibt. Das Robert Koch-Institut (RKI) erklärt beispielsweise, dass regelmäßige körperliche Aktivität das allgemeine Wohlbefinden und die psychische Gesundheit verbessere. Gleichzeitig werde das Herz-Kreislaufsystem gestärkt und die Entwicklung des Muskel-Skelettsystems unterstützt.

Außerdem kann regelmäßige körperliche Aktivität zur Prävention von Übergewicht, Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen beitragen.

Obwohl diese Auswirkungen bekannt sind, bleiben die genauen molekularen Mechanismen, die den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und der Erhaltung einer besseren Gesundheit bewirken, bisher unklar.

Auswirkungen von körperlicher Betätigung auf Metaboliten

Die Forschenden haben in ihrer aktuellen Untersuchung den Zusammenhang zwischen körperlicher Betätigung und Metaboliten analysiert, die Indikatoren für Gesundheit und Bewegung sind. Der Stoffwechsel eines Menschen beschreibt die Reaktionen, die in seinem Körper ablaufen und Metaboliten fördern diese Reaktionen entweder oder sie sind das Endergebnis dieser Reaktionen, erläutern die Forschenden.

Die Untersuchung ermöglicht einen umfassenden Einblick in die metabolischen Auswirkungen von körperlicher Betätigung, indem sie spezifische Stoffwechselwege mit den Reaktionsvariablen der körperlichen Betätigung und den langfristigen gesundheitlichen Ergebnissen verknüpft. Dabei identifizierten die Fachleute eindeutige Zusammenhänge zwischen körperlicher Betätigung und bestimmten Veränderungen der Metaboliten.

Die Forschungsgruppe nutzte die Daten der Framingham Heart Study (FHS), einer Langzeitstudie unter der Leitung des National Heart, Lung and Blood Institute. Die Fachleute maßen 588 Metaboliten bei 411 Personen mittleren Alters vor und unmittelbar nach zwölf Minuten körperlicher Aktivität auf einem Heimtrainer.

Weitreichende Auswirkungen von kurzer Betätigung

Es fiel auf, dass bereits eine kurze sportliche Betätigung Auswirkungen auf die zirkulierenden Mengen an Metaboliten haben kann, die so wichtige Körperfunktionen wie Insulinresistenz, oxidativen Stress, vaskuläre Reaktivität, Entzündungen und Langlebigkeit steuern, berichten die Forschenden.

Im Allgemeinen wurde festgestellt, dass die kurze Trainingseinheit 80 Prozent der Metaboliten signifikant veränderte. Insbesondere die Metaboliten wurden reduziert, die mit nachteiligen gesundheitlichen Auswirkungen im Ruhezustand verbunden sind.

Beispielsweise werden hohe Glutamatwerte mit Diabetes, Herzkrankheiten und Bluthochdruck in Verbindung gebracht. Die Forschenden fanden heraus, dass diese Werte sich nach dem Training um 29 Prozent verringerten.

Außerdem waren die sogenannten Dimethylguanidinvalerat-Spiegel (DMGV), welche mit Lebererkrankungen und Diabetes in Verbindung gebracht werden, nach körperlicher Anstrengung um 18 Prozent reduziert.

Metaboliten zeigen Fitness-Level

„Interessanterweise fand unsere Studie heraus, dass verschiedene Metaboliten unterschiedliche physiologische Reaktionen auf körperliche Anstrengung aufweisen und daher einzigartige Signaturen im Blutkreislauf liefern könnten, die zeigen, ob eine Person körperlich fit ist, ähnlich wie aktuelle Bluttests die Funktionsfähigkeit von Niere und Leber bestimmen”, erklärt Studienautor Dr. Matthew Nayor vom Massachusetts General Hospital, Boston in einer Pressemitteilung.

Ergebnisse ermöglichen frühzeitige Hilfe

„Wir beginnen, die molekularen Grundlagen der Auswirkungen von Bewegung auf den Körper besser zu verstehen und dieses Wissen zu nutzen, um die metabolische Architektur rund um die Reaktionsmuster auf Bewegung zu verstehen“, ergänzt Studienautor Dr. Ravi Shah vom Massachusetts General Hospital, Boston. Dieser Ansatz habe das Potenzial, Menschen mit Bluthochdruck oder anderen metabolischen Risikofaktoren schon früh in ihrem Leben auf einen gesünderen Weg zu helfen. (as)

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