Gesundheit

Gegen Peter S. wird wieder ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt gegen den früheren Zyto-Apotheker Peter S. wegen des Verdachts auf Bankrott – auch seine Mutter wird in diesem Zusammenhang verdächtigt. Die Familie hatte nach der Verhaftung des im Jahr 2018 zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilten Peter S. Vermögen übertragen. 

Nachdem die Staatsanwaltschaft Essen schon über längere Zeit Verdachtsmomente geprüft hat, hat sie nach Informationen der DAZ zwischenzeitlich ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen den früheren Bottroper Zyto-Apotheker Peter S. sowie dessen Mutter Doris S. eingeleitet, die auch Apothekerin ist. Gegen den Sohn wird wegen des Verdachts des Bankrotts, gegen die Mutter wegen möglicher Schuldnerbegünstigung ermittelt, erklärt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

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Das Landgericht Essen hat Peter S. wegen Betrugs und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz 2018 zu zwölf Jahren Haft und lebenslangem Berufsverbot verurteilt, der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil später. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hatte das Amtsgericht Essen 2019 ein Insolvenzverfahren gegen Peter S. eröffnet. Bei einer möglichen Verurteilung wegen der neuen Verdachtsmomente könnte Peter S. nochmal länger in Haft bleiben: Wer bei Überschuldung oder bei drohender oder eingetretener Zahlungsunfähigkeit Bestandteile seines Vermögens beiseite schafft oder verheimlicht, kann mit Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

Gleichfalls Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft drohen der Mutter aufgrund möglicher Schuldnerbegünstigung: Wenn sie in Kenntnis der drohenden Zahlungsunfähigkeit ihres Sohns Bestandteile seines Vermögens – mit seiner Einwilligung oder zu seinen Gunsten – beiseite geschafft oder verheimlicht hat. Wann die Ermittlungen gegen beide abgeschlossen werden können, ist laut Staatsanwaltschaft noch offen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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