Gesundheit

Frauen frieren tatsächlich schneller als Männer – und das hat biologische Gründe

Bei Sommertemperaturen fröstelt vermutlich niemand – aber sobald das Thermometer weniger als – sagen wir – 26 Grad anzeigt, wird es vermutlich wieder passieren: Frauen greifen zur Sofadecke, um sich vor dem Fernseher einzukuscheln, ziehen zuhause die dicken, gestrickten Socken an und behaupten entschlossen, nicht ohne Daunendecke schlafen zu können. Auf Männer wirkt das mitunter rätselhaft – denn sie empfinden die Temperaturen als angenehm und frieren kein bisschen. Bilden Frauen sich die Kälte also ein?

Gendermedizin


Wechselbad der Gefühle: So beeinflussen Hormonschwankungen das Leben von Frauen

Nein, keineswegs. Dafür, dass Frauen schneller kalt wird als Männern, gibt es biologische Gründe – und sogar mehrere. Zum einen wäre da, dass Frauen bei gleichem Körpergewicht weniger Muskelmasse aufweisen als Männer, und Muskeln generieren Körperwärme. Dazu kommt, dass Frauen eine dickere Fettschicht zwischen Muskeln und Haut haben (das ist nichts Schlimmes, sondern ganz normal und biologisch bedingt), wodurch die Haut weiter von den warmen Muskeln und gut durchbluteten Adern entfernt ist, die außerdem vom Fettgewebe isoliert werden. Die Haut fühlt sich also kälter an.

Beim Frieren spielen auch Hormone eine Rolle

Ein weiterer Faktor sind die Hormone, die Frauen in deutlich größeren Mengen im Körper haben als Männer: Östrogen und Progesteron. Östrogen sorgt unter anderem dafür, dass sich die Blutgefäße erweitern, so dass mehr Wärme an die Luft verloren geht. Progesteron hingegen sorgt dafür, dass die Blutgefäße in den äußeren Extremitäten – Händen und Füßen, sich verengen und schlechter durchblutet werden – und deshalb ebenfalls kalt werden.

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Und als würde das nicht reichen, funktioniert auch der Stoffwechsel von Frauen langsamer als der von Männern – ein Grund, weshalb Männer schneller Gewicht verlieren, wenn sie Diät halten –, was zur Folge hat, dass der Körper weniger Kalorien verbrennt und somit weniger Wärme erzeugt. Diese Unterschiede gibt es jedoch nicht nur bei Menschen – auch bei Vögeln, Fledermäusen und einigen Säugetieren stellten Forscher:innen fest, dass Männchen sich gern in kühleren Gegenden aufhalten, während die Weibchen sich bevorzugt warme Plätze suchen.

Quelle:  "The Conversation"

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