Gesundheit

Ernährung: Neun Tipps zum Schutz vor Schlaganfall – Heilpraxis

Neun Ernährungstipps zur Prävention von Schlaganfällen

Können gesunde Lebensmittel dabei helfen, einen Schlaganfall zu verhindern? Neuste Studiendaten zeigen, dass rund 80 Prozent aller Schlaganfälle auf ungesunde Lebensstile zurückzuführen sind und demnach verhindert werden könnten. Eine Ernährungsexpertin erklärt die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und der Prävention von Schlaganfällen.

„Bei der Ernährung im Zusammenhang mit Schlaganfällen geht es vor allem um Prävention“, erklärt Susan Jaeger von der renommierten Cleveland Clinic (USA) in einem aktuellen Beitrag. Die Auswahl der Lebensmittel trage maßgeblich zum Risiko für Cholesterinablagerungen in den Arterien bei. Diese Ablagerungen seien wiederum eine Hauptursache für Schlaganfälle.

Die richtige Ernährung hält Herz und Hirn gesund

Ein Schlaganfall ist für das Gehirn in etwa das Gleiche wie eine Herzinfarkt für das Herz, vergleicht Jaeger. Eine herzgesunde Ernährung schütze Herz und Hirn gleichermaßen. Die Expertin gibt neun Tipps für eine Ernährung, die gesund für Herz und Hirn ist.

1. Viel Obst und Gemüse essen

Eine gute Faustregel ist, den Anteil an Obst und Gemüse zu erhöhen, erläutert Jaeger. So reduziere man die Aufnahme von Cholesterin, schlechten Fetten und Salz. Die Ballaststoffe sorgen dafür, dass man trotzdem satt wird.

Die Mittelmeerdiät ist Jaeger zufolge die beste Methode, um den Verzehr von Obst und Gemüse zu erhöhen, da diese Ernährungsweise nachweislich am besten für das Herz ist. „Nehmen Sie ein paar mediterrane Rezepte in Ihren wöchentlichen Kochzyklus auf“, empfiehlt die Ernährungsexpertin. Diese sollten beispielsweise mageres Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte enthalten.

2. Fallen bei vermeintlich gesundem Essen

Auch Gerichte, die auf den ersten Blick gesund erscheinen, können ungesunde Inhaltsstoffe enthalten. „Sie denken vielleicht, dass Sie etwas Gesundes bekommen, wenn Sie in einem Restaurant einen Salat bestellen“, sagt Jaeger. Wenn dieser aber Fleisch, Käse und ungesundes Dressing enthält, kommen unterm Strich große Mengen an Kalorien, schlechten Fetten und Salz zusammen – alles Inhaltsstoffe, die das Potenzial haben, das Risiko für einen Schlaganfall zu erhöhen.

3. Auf künstliche Süßstoffe verzichten

Auch künstliche Süßstoffe sollten laut Jaeger nicht unbedacht als Zuckerersatz verwendet werden. Eine Studie habe gezeigt, dass ein hoher Konsum von künstlichen Süßstoffen das Schlaganfall-Risiko sogar erhöhen kann. Vor allem in Diät-Limonaden und Light-Getränken seien oft große Mengen an künstlichen Süßstoffen enthalten.

4. Cholesterinreiche Lebensmittel vermeiden

„Vermeiden Sie cholesterinreiche Lebensmittel wie rotes Fleisch, frittierte Speisen und Butter“, rät Jaeger. Diese Lebensmittel seien bekannt dafür, dass sie das Schlaganfall-Risiko erhöhen. Bei der Fleischauswahl sollte auf weißes Fleisch wie beispielsweise Hähnchenbrust gesetzt werden. Als Fleischersatz bieten sich proteinreiche Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen oder Tofu-Produkte an.

5. Die richtige Zubereitungsmethode wählen

Nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern auch die Zubereitungsmethode spiele eine wichtige Rolle. Statt die Gerichte zu frittieren oder bei hohen Temperaturen zu grillen, seien schonendere Zubereitungsmethoden wie dämpfen und backen zu bevorzugen.

6. Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren essen

Omega-3 ist ein mehrfach ungesättigtes Fett und zählt zu den gesunden Fetten. Es erhöht den „guten“ HDL-Cholesterinspiegel, der dazu beitragen kann, Schlaganfälle zu verhindern. Fisch, Leinsamen und Eier sind laut Jaeger beispielsweise gute Omega-3-Quellen. Die American Heart Association (AHA) empfiehlt mindestens zwei Portionen fetthaltigen Fisch pro Woche, wie zum Beispiel Lachs, Makrele, Sardine und Hering.

7. Alkoholkonsum begrenzen

Alkohol kann den Blutdruck erhöhen. Ein hoher Blutdruck ist wiederum ein Hauptrisikofaktor für einen Schlaganfall. Jaeger betont, dass Männer daher nicht mehr als zwei alkoholhaltige Getränke pro Tag zu sich nehmen sollten, Frauen sogar nur eins. Zudem sollte man möglichst Rotwein wählen, wenn man Alkohol trinkt, da dieser herz- und hirnschützende Inhaltsstoffe (Polyphenole) enthält.

8. Salzkonsum reduzieren

Obwohl salzhaltiges Essen in uns oft den Wunsch nach mehr auslöst, sollte man Jaeger zufolge darauf achten, nicht zu viel Salz (Natrium) aufzunehmen. Der durchschnittliche Salzkonsum in Amerika liege bei 3.400 Milligramm Natrium pro Tag. Das ist mehr als doppelt so viel, wie die von der AHA empfohlenen 1.500 Milligramm täglich. „Rühren Sie den Salzstreuer während des Essens am besten gar nicht erst an“, so die Ernährungsexpertin. Kräuter seien beim Kochen die bessere Alternative, um den natürlichen Geschmack des Essens zu verstärken, ohne dabei den Blutdruck zu erhöhen.

9. Hochverarbeitete Produkte meiden

Darüber hinaus sollte auch auf verstecktes Salz in verarbeiteten Produkten geachtet werden. Vor allem in Fertiggerichten wie Pizza, Dosensuppe, Sandwiches und Soßen sind oft große Mengen Salz enthalten. Auch bei Wurstwaren wird häufig beim Salz nicht gespart. Um versteckte schädliche Inhaltsstoffe zu vermeiden, sollte so oft wie möglich auf hochverarbeitete Produkte verzichtet werden. (vb)

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