Gesundheit

Einrichtungs- und Laborgegenstände: Kammer in Rheinland-Pfalz vermittelt Spenden

Rheinland-Pfalz ist eines der beiden Bundesländer, die die Hochwasserkatastrophe der vergangenen Tage besonders hart getroffen hat. In einem Schreiben äußert sich nun der Präsident der dortigen Apothekerkammer, Peter Stahl, zur Lage. Er drückt darin sein Mitgefühl gegenüber allen Betroffenen aus und erläutert das weitere Vorgehen der Kammer. Unter anderem ruft er Apotheken, die Einrichtungs- und/oder Laborgegenstände spenden möchten, dazu auf, der Kammer eine entsprechende Liste zu mailen, damit diese Hilfsbedürftigen zur Verfügung gestellt werden kann.

Mit Peter Stahl hat sich nun der Präsident einer Apothekerkammer eines besonders vom Hochwasser gebeutelten Bundeslandes – Rheinland-Pfalz – zur aktuellen Lage geäußert. Nach bisherigen Informationen starben in Rheinland-Pfalz mindestens 150 Menschen. Mindestens 18 Apotheken seien schwer betroffen und nicht dienstbereit, heißt es dort. Die Zahlen seien allerdings weiterhin vorläufig, die Kammer habe noch immer nicht mit allen Apotheken im Flutgebiet in Kontakt treten können.

„Unser Mitgefühl gilt den Toten, Verletzten und ihren Angehörigen sowie allen Menschen, die durch diese Katastrophe Kummer und Leid erfahren haben. Die Bewältigung der Folgen der Flut ist eine enorme Aufgabe“, so der Kammerpräsident. „Die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz möchte ihren Beitrag zur Bewältigung dieser Katastrophe und ihrer Folgen leisten. Dabei stehen wir im engen Informationsaustausch mit weiteren zuständigen Stellen.“

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„Die Apotheke gibt es nicht mehr“

Dem Schreiben zufolge geht man dabei nach einem Stufenplan vor, der stets den aktuellen Entwicklungen angepasst werden soll. Mit oberster Priorität arbeitet die Kammer demnach seit letzter Woche daran, Informationen zu erfassen, welche Apotheken von der Flut betroffen und welche dienstbereit sind. Ziel sei es, die Arzneimittelversorgung der Menschen in den Katastrophengebieten durch die betriebsbereiten Vor-Ort-Apotheken aufrechterhalten zu können.

Außerdem gebe es Überlegungen, zu einem späteren Zeitpunkt einen „Runden Tisch“ zu initiieren. Dort will man die von der Katastrophe betroffenen Apotheken zum einen mit den für die Schadensregulierung zuständigen Ansprechpartnern (z. B. Versicherungen, Banken), zum anderen aber auch mit den Lokalpolitikern (z. B. Bürgermeister und Landräte) sowie dem zuständigen Ministerium zusammenbringen. Ziel der Runde soll es sein, eine zügige Sanierung bzw. einen zügigen Wiederaufbau der beschädigten Apotheken anzustoßen. Zudem ruft die Kammer Kolleg:innen auf, die nützliche Einrichtungs-/Laborgegenstände als Spende zur Verfügung stellen möchten, eine entsprechende Liste zu mailen, die man als Vermittler Hilfsbedürftigen zur Verfügung stellen kann. Der Transfer soll dann aber direkt zwischen Spender und Empfänger erfolgen.

Die Kammer hoffe mit diesen Maßnahmen, sowohl kurzfristig als auch mittel- und langfristig, die Vor-Ort- Apotheken in den betroffenen Regionen dabei zu unterstützen, die Schäden in ihren Apotheken zu beheben und Menschen wieder mit Arzneimitteln versorgen und zu können, schließt der Präsident das Schreiben. Die Gedanken seien bei den Menschen in den Katastrophengebieten.

Hier kann man spenden

Die von der Flutkatastrophe Betroffenen brauchen Unterstützung. Deswegen haben auch die drei Hilfsorganisationen Apotheker ohne Grenzen, Apotheker helfen und das Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker Spendenaufrufe gestartet.

  • Apotheker helfen e.V.: Spendenkonto bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, IBAN: DE02 3006 0601 0004 7937 65, BIC: DAAEDEDD•
  • Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker e.V.: Spendenkonto bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, IBAN: DE51 3006 0601 0006 4141 41, BIC: DAAEDEDD
  • Apotheker ohne Grenzen e.V.: Spendenkonto bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank Frankfurt, IBAN: DE88 3006 0601 0005 0775 91, BIC: DAAEDEDDXXX

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