Gesundheit

Ein weißer Bausch aus süßem Traum

Wahrscheinlich wünscht sich dies ein jedes Kind: eine Zuckerwattemaschine, die im Nu wundervoll weiße Wattewolken zaubert, die obendrein noch süß sind. Aber wie wird aus Zucker eigentlich Watte? Hinter Türchen Nummer 14 finden Sie die Antwort.

Man sieht sie auf Jahrmärkten oder aktuell beim Christkindlmarkt: Große weiße oder rosaroteWolken aus purem Zucker, die lediglich um einen dünnen Holzspatel gesponnen sind. Zumeist verschwinden die kleinenKinderköpfe der stolzen Besitzer gänzlich hinter diesen fluffigen Wattebäuschen. Manchmal tanzen noch dünne Zuckerfäden durch den Wind, immer jedoch sind nach dem Genuss die Finger klebrig. Wie bei allen kulinarischen Dingen, ist es Geschmacksache, ob man auf die geballte Ladung Kohlenhydrate abfährt. Ein Erlebnis ist das sofortige Auflösen der Watte im Mund jedoch allemal. Aber wie wird aus Zuckerkristallen eigentlich Watte?

Um Zuckerwatte herzustellen, benötigt es nicht viel: handelsüblicher Haushaltszucker und eine Zuckerwattemaschine. Auch diese ist kein maschinelles Meisterwerk, besteht sie lediglich aus einem großen Kessel mit zentralem und sich drehendem „Spinnkopf“. Dieser wiederum besteht aus einer Kammer mit kleinen Löchern und einer integrierten Heizspirale. Gefüttert wird diese Kammer mit ganz gewöhnlichem Haushaltszucker. Die Heizspirale erwärmt den Zucker auf 150 Grad, dieser schmilzt, verliert seine Kristallkonformation und wird als Zuckersirup aus den Löchern des sich drehenden Spinnkopfes geschleudert. Auf ihrem Flug durch den Kessel kühlen die Zuckerteilchen so schnell ab, dass sie es nicht schaffen, wieder ihre Kristallform zu erreichen. Sie erstarren zu langen dünnen Fäden, bleiben also auch im festen Zustand unregelmäßig angeordnet, und die entstandenen Zuckerfäden sind deshalb weich wie Watte. 

Wie nennt man die Struktur der weichen Zuckerwatte?

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