Gesundheit

Covid-19 News: Grenzschließung zwischen USA und Kanada um einen Monat verlängert

Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiter in Atem. Mehr als 8,4 Millionen Menschen haben sich bislang weltweit mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 187.942 davon in Deutschland – wo es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen kommt. Alle News zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Studie rüttelt nun an Immunitäts-These (06.47 Uhr) +++ Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt wieder auf mehr als 600 – obwohl noch nicht alle Tönnies-Fälle erfasst sind  (20.51 Uhr) +++ Türkei sauer über Einstufung als Covid-19-Risikogebiet (08.12 Uhr) +++ Brasilien vermeldet erneut mehr als 1200 Corona-Tote in 24 Stunden (07.33 Uhr) +++ In Italien steigen die Fallzahlen wieder (06.47 Uhr)

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Branche: Ferienhäuser an Nord- und Ostsee zu 90 Prozent ausgelastet

07.21 Uhr: Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind bei Urlaubern nach Branchenangaben in der Corona-Krise gefragt. In den Ferienorten an Nord- und Ostsee seien die Unterkünfte für die Sommerferien zu 90 Prozent ausgelastet, teilte der Deutsche Ferienhaus-Verband der Deutschen Presse-Agentur mit.

Hoch im Kurs stünden auch beliebte Regionen in Süddeutschland wie das Allgäu und die Bodenseeregion. Dort gebe es kaum Abweichungen zum Buchungsgeschehen des Vorjahres. Wer noch etwas buchen möchte, müsse flexibel sein, empfahl der Verband. Christian Charisius/dpa

"Die Deutschen setzen in diesem Jahr sehr stark auf naturnahem Urlaub, der den nötigen Abstand zulässt", erklärte Michelle Schwefel, die Geschäftsstellenleiterin des Verbands. Besonders stark seien Nord- und Ostseeküste gefragt, vor allem die Inseln wie Rügen. Auch an die Mecklenburgische Seenplatte ziehe es die Urlauber. "Freie Unterkünfte gibt es noch in den Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald oder dem Hochsauerland und in den Großstädten wie Berlin und München."

In diesem Jahr werde kurzfristiger gebucht als üblich. Urlauber richteten ihr Augenmerk stärker auf Deutschland oder Ziele, die gut mit dem Auto angesteuert werden können. Seit den ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen zögen die Buchungen an. "Die Reiselust ist da und das wird sich wahrscheinlich weiterhin positiv auf den innerdeutschen Reiseverkehr auswirken."

TOP-NEWS: Studie rüttelt nun an Immunitäts-These

06.46 Uhr: Patienten mit einer milden Coronavirus-Infektion müssen laut einer Studie mit einer deutlich geringeren Immunität rechnen als Erkrankte mit schweren Verläufen. Chinesische Forscher verglichen in der am Donnerstag in der Fachzeitschrift "Nature Medicine" veröffentlichten Studie die Immunität von 74 Menschen mit und ohne Symptomen aus der Millionenstadt Chongqing. Nur 62,2 Prozent aus der Gruppe ohne Symptome hatten wenige Wochen nach der Infektion noch Kurzzeit-Antikörper im Blut – verglichen mit 78,4 Prozent der symptomatischen Patienten.

Nach acht Wochen war die Anzahl der Antikörper in der ersten Gruppe schon um 81,1 Prozent zurückgegangen, bei den Menschen mit Symptomen um 62,2 Prozent. Darüber hinaus wurden bei den asymptomatischen Patienten weniger an der Immunabwehr beteiligte Zellproteine festgestellt, was auf eine schwächere Immunantwort auf das neue Coronavirus hindeutet.  dpa/Oliver Berg/dpa/Symbolbild Ein Wattestäbchen mit einem Abstrich wird im Labor für einen Corona-Test verarbeitet.

"Diese Daten könnten auf die Risiken der Verwendung von Covid-19-'Immunitätsausweisen' hinweisen", schreiben die Autoren der Studie. Die Ergebnisse stellten die Vorstellung in Frage, dass jeder, der eine Infektion durchgemacht hat, gegen künftige Infektionen immun sei.

Bisher stammten viele immunologische Daten zur Coronavirus-Pandemie von Krankenhaus-Patienten mit schweren Verläufen, sagte Danny Altmann, Professor für Immunologie am Imperial College London. Die meisten Infizierten hätten aber nur leichte oder keine Symtpome. Es sei daher eine entscheidende Frage, ob auch sie eine dauerhafte, schützende Immunität besäßen.

Dass viele Patienten in der Studie innerhalb von nur zwei Monaten einen signifikanten Rückgang der Antikörper zeigten, sei "ein wichtiger und möglicherweise beunruhigender Punkt", sagte Altmann, der nicht an der Studie beteiligt war. "Obwohl es sich hierbei um eine recht kleine Stichprobe von Patienten handelt, gibt es den Bedenken recht, dass die natürliche Immunität gegen Coronaviren recht kurzlebig sein kann."

Peking: Zahl der Infizierten steigt weiter an

04.09 Uhr: Nach dem neuen Coronavirus-Ausbruch in Peking ist die Zahl der Infizierten weiter gestiegen. Wie die staatliche Gesundheitskommission am Freitag mitteilte, wurden 25 weitere Ansteckungen nachgewiesen. Seit der neue Ausbruch auf einem Großmarkt der chinesischen Hauptstadt am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, ist die Zahl der Infizierten damit auf 183 gewachsen. Die neue Infektionszahlen vom Freitag liegen über denen des Vortrags, als 21 Fälle gemeldet wurden, aber unter denen vom Mittwoch, als es noch 31 Infektionen gab.

Als Reaktion auf den neuen Ausbruch, der vergangene Woche auf dem Xinfadi-Großmarkt der Stadt begann, riefen die Behörden am Dienstag die zweithöchste Sicherheitsstufe aus, womit Peking teilweise abgeriegelt wurde. Flüge aus und in die Hauptstadt wurden drastisch reduziert. Auch der Busverkehr in andere Provinzen wurde eingestellt. Menschen sollen die Stadt nicht mehr verlassen. Wenn doch Reisen notwendig sind, muss ein negativer Coronatest vorliegen. 

Landesweit meldete China am Freitag insgesamt 32 neue Infektionen. So gab es zwei weitere lokale Fälle in der an Peking angrenzenden Provinz Hebei, sowie einen Fall in der nordostchinesischen Provinz Liaoning. Vier "importierte" Infektionen wurden bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen. 

Erhöhte Kosten: Finanzielle Unterstützung für ehrenamtliche Initiativen auf dem Land

Freitag, 19. Juni, 01.19 Uhr: Das Bundeslandwirtschaftsministerium will ehrenamtliche Initiativen auf dem Land fördern, die in der Corona-Krise zusätzliche Kosten haben. Fünf Millionen Euro sollen nach Informationen der Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag) bereit stehen. Unterstützt werden sollen den Angaben nach unter anderem die Anschaffung von Schutzkleidung und Geräten, Software für Videokonferenzen sowie die Kosten von Hygieneschulungen. Das Programm richte sich an Vereine und gemeinnützige Organisationen in Landkreisen und Gemeinden mit weniger als 35.000 Einwohnern. Erste Gelder sollen ab August fließen – bis zu 8000 Euro pro Initiative.

Viele gemeinnützige Organisationen – wie etwa Nachbarschaftshilfen – seien durch die Pandemie in Bedrängnis geraten. Während Einnahmen durch Spenden häufig zurückgegangen seien, verursachten Ausgaben für beispielsweise Schutzkleidung zusätzliche Kosten. Der Funke Mediengruppe zufolge will Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) das Programm an diesem Freitag vorstellen.

Corona-Ausbruch in Kasseler Wohnhaus – Grundschule geschlossen

21.44 Uhr: Mindestens 20 Bewohnerinnen und Bewohner eines Wohnhauses in Kassel haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Darunter sind auch zwei Grundschulkinder, wie die Stadt am Donnerstagabend mitteilte. Als Vorsichtsmaßnahme bleibe ihre Schule und ein Hort im betroffenen Stadtteil Bettenhausen am Freitag geschlossen. Weitere Menschen würden getestet, Ergebnisse standen am Donnerstagabend noch aus. Weitere Angaben – etwa zur Zahl der Menschen, die in Quarantäne müssen oder zu möglichen schweren Verläufen der Infektion – machte die Stadt zunächst nicht. Für Freitagvormittag wurde eine Pressekonferenz angekündigt.

TOP-NEWS: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt wieder auf mehr als 600 – obwohl noch nicht alle Tönnies-Fälle erfasst sind

20.51 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist in Deutschland am Donnerstag auf 187.942 gestiegen – das sind 607 Infizierte mehr als am Vortag. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Gesundheitsämter der Bundesländer täglich veröffentlichen. Insgesamt sind 8.841 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben – 20 neue Fälle kamen in den vergangenen 24 Stunden hinzu. Als einziges Bundesand meldete das Saarland keine Neuinfektionen. dpa/David Inderlied/dpa Gebäude des Fleischwerks Tönnies.

Der Reproduktionswert (R), der bei niedrigen Infektionszahlen stark schwankt, ist laut des Robert-Koch-Instituts jedoch stabil bei erneut 0,86 wie am Vortag. Die Zahl der Genesenen erhöhte sich auf 174.100 . Aktiv infiziert sind inzwischen nur noch rund 5.000 Menschen – etwa 100 mehr als am Mittwoch.

In der Donnerstagsstatistik des NRW-Gesundheitsministeriums ist der Großausbruch von Corona-Infektionen im Kreis Gütersloh in der Fleischfabrik Tönnies noch nicht voll erfasst – derweil sind landesweit seit Mittwoch aber 205 weitere positive Tests registriert worden.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.243 (1.821 Todesfälle)
  • Bayern: 47.741 (2.554 Todesfälle)
  • Berlin: 7.602 (211 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3.361 (170 Todesfälle)
  • Bremen: 1.629 (49 Todesfälle)
  • Hamburg: 5.155 (229 Todesfälle)
  • Hessen: 10.440 (498 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 791 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.049 (620 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 39.777 (1.658 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6.875 (234 Todesfälle)
  • Saarland: 2.757 (170 Todesfälle)
  • Sachsen: 5.374 (220 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1.819 (57 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3.131 (152 Todesfälle)
  • Thüringen: 3.198 (178 Todesfälle)

Gesamt (Stand 18.06., 20.45 Uhr): 187.942 (8.841 Todesfälle)

Vortag (Stand 17.06., 20.12 Uhr): 187.335 (8.821 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 174.100.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,86 (Stand 18.06.)

Immer mehr Corona-Infizierte in Neuköllner Wohnblöcken

17.36 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in den unter Quarantäne gestellten Wohnblöcken in Berlin-Neukölln ist weiter gestiegen. Dem Ausbruch werden nun 85 Fälle zugerechnet, wie der Bezirk am Donnerstagnachmittag mitteilte. Das sind 15 Fälle mehr als am Vortag bekannt waren. Unter den Infizierten seien 36 Kinder und Jugendliche, hieß es. 75 Kisten mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln seien zur Versorgung erster Haushalte verteilt worden. Hannes Niemeyer/FOCUS Online Corona-Ausbruch in einem Berlin-Neuköllner Wohnblock.

Mit einem weiteren Anstieg der Fallzahl wird gerechnet, da noch Tests bei Bewohnern der betroffenen Häuser laufen. Bisher wurden in dem Zusammenhang laut Bezirksstatistik 440 Tests vorgenommen. Neukölln hat knapp 370 Haushalte an sieben Standorten unter Quarantäne gestellt, um eine Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu verhindern. Pro Haushalt leben einer bis zehn Bewohner – die genaue Zahl der Betroffenen ist nach Bezirksangaben unbekannt.

Aufgefallen war der Ausbruch am 5. Juni. Vermutet wird, dass er in Zusammenhang mit einer christlichen Gemeinde steht, deren Pfarrer an Covid-19 erkrankte. Unter den Gemeindemitgliedern seien zahlreiche Infizierte, sie hätten auch an einem Gottesdienst teilgenommen, hieß es. Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hatte betont, der Ausbruch betreffe die "Schwächsten der Gesellschaft", für sie sei die Situation eine "Katastrophe".


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