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Coronavirus: Diabetes erhöht Risiken durch COVID-19 – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Menschen mit Diabetes müssen besser vor COVID-19 geschützt werden

Wenn Menschen von endokrinen Störungen und Diabetes mellitus betroffen sind, sollte ihnen besondere Aufmerksamkeit bei der Behandlung von COVID-19 geschenkt werden. Denn betroffene Personen scheinen laut aktuellen Erkenntnissen häufiger schwer an COVID-19 zu erkranken und öfter an den Folgen der Infektion zu versterben.

Bei der aktuellen Untersuchung der University of Leeds wurde festgestellt, dass Menschen mit endokrinen Störungen und Diabetes mellitus häufig schwerer an COVID-19 erkranken und öfter an der Infektion sterben. Die Ergebnisse der Studie wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism“ veröffentlicht.

Häufige Auswirkungen von COVID-19 für Menschen mit Diabetes

Eine Analyse der Daten aus der Provinz Wuhan in China hat gezeigt, dass Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus in der Gruppe der Menschen, die schwer erkranken und auch in der Gruppe der Verstorbenen überdurchschnittlich häufig vertreten waren. Die Forschenden raten dazu, dass medizinische Teams besonders aufmerksam und vorsichtig sein müssen, wenn sie es mit dieser Patientengruppe zu tun haben.

Was macht Diabetiker anfälliger für COVID-19?

Die Daten aus China deuten darauf hin, dass Betroffene mit endokrinologischen Erkrankungen durch COVID-19 zusätzlichen Risiken ausgesetzt sind. Betroffene Menschen sollten sich den Forschenden zufolge selbst isolieren, um so ihr Infektionsrisiko zu verringern. Es gibt endokrinologische Störungen, welche die Fähigkeit des Körpers beeinflussen, Steroidhormone (Glukokortikoide) zu produzieren, um die Infektion zu überwinden. Dies könnte einige dieser Personen anfälliger für die Auswirkungen von COVID-19 machen, so das Forschungsteam.

Hohe Dosen von Glukokortikoiden schränken das Immunsystem ein

Patienten mit bekannten Problemen der Nebenniere werden mit sogenannten Ersatz-Glukokortikoiden behandelt. Wenn solche Menschen beginnen Symptome von COVID-19 zu entwickeln, sollten sie sofort die doppelte Dosis der Medikamente einnehmen, rät die Forschungsgruppe. Es gibt jedoch viele Personen, die aufgrund von Entzündungserkrankungen Glukokortikoide einnehmen. Einige dieser Menschen nehmen hohe Dosen ein, die ihr Immunsystem unterdrücken. Dies kann zur Folge haben, dass der Körper nicht angemessen auf eine COVID-19-Erkrankung reagiert.

Wie sollten Mediziner reagieren?

Während die Behandlung mit Glukokortikoiden an sich keine Rolle bei der Behandlung von COVID-19 spielt, sollten behandelnde Medizinerinnen und Mediziner bei jeder Person, die zuvor mit Glukokortikoiden behandelt wurde und deren Zustand sich bei COVID-19 verschlechtert, intravenöse Stressdosen in Betracht ziehen.

Setzen Sie nicht eigenständig Medikamente ab!

Diese Empfehlungen gelten nur für bestimmte Patientengruppen. Menschen sollten nicht auf die Idee kommen, das Schema der Einnahme ihrer Medikamente selbstständig zu verändern. Sprechen Sie unbedingt vorher mit Ihrem Arzt über dieses Thema. (as)

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