Gesundheit

Bernhard Seidenath: Rx-Versandverbot bleibt auf der Agenda

Wie arbeiten eigentlich Apotheken vor Ort, die über einen Reinraum verfügen? Das wolltesich der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege des BayerischenLandtages, Bernhard Seidenath (CSU), einmal genauer anschauen – und besuchte Dr.Franz Stadler in der Sempt-Apotheke in Erding. Gesprochen wurde auch über aktuellepolitische Fragen.

Am 30. April empfing Apotheker Dr. Franz Stadler denbayerischen Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath in der Erdinger Sempt-Apotheke. DerGesundheitspolitiker wollte sich über die lokale Arbeit der öffentlichenApotheken mit Reinraum informieren. Stadler zeigte ihm auf, wo die Vorteildieser kleinen, wohnortnahen Reinräume liegen: Sie sicherten nicht nur eine hoheQualität, sondern auch eine flexible und zeitnahe Herstellung der parenteralenZubereitungen – je nach tagesaktuellem Befinden/Blutwerten des Patienten, die sogenannteAdhoc-Herstellung. Außerdem könnten durch die kurzen Entfernungen zu denbehandelnden Praxen die mechanischen Belastungen der empfindlichen Wirkstoffebeim Transport auf ein Minimum beschränkt werden. Stadler ist überzeugt, dassunter dem Gesichtspunkt der Arzneimittelsicherheit dieses lokale Modell dasModell der Zukunft sein sollte. Idealerweise sollte jeder Landkreis übermindestens eine Apotheke mit Reinraum verfügen, erklärte der demLandtagsabgeordneten.

Seidenath und Stadler sprachen auch über weitere aktuellepolitische Themen, die die öffentlichen Apotheken betreffen. Dabeibetonte Seidenath erneut die Auffassung der CSU, dass nur einVersandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Medikamente für die geboteneSicherheit bei der Arzneimitteldistribution sorgen kann. Er habe deshalb weiterhinein solches Versandhandelsverbot auf der Agenda und hoffe auf die Unterstützungdurch die Apothekerverbände selbst. 

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