Gesundheit

Bei rund 69 Prozent wurde alles pünktlich und vollständig geliefert

Großhandel, Apotheken und Arztpraxen – alle drei sind gefragt beim Start der Corona-Impfungen in den Arztpraxen. Und eigentlich sind diese drei ein eingespieltes Team, viel schiefgehen kann da nicht, oder? Eine DAZ.online-Umfrage zeigt, dass der Impfstart in den Arztpraxen aus Sicht der beliefernden Apotheken mehrheitlich gut funktioniert. Dennoch ist für einen reibungslosen Ablauf Engagement von allen Seiten gefordert.

„Wieder mal eine Aktion, die zeigt, dass die Apotheke vor Ort unkompliziert und schnell zur Stelle ist“, schrieb ein Leser als Kommentar unter die DAZ.online-Umfrage zum Beginn der Corona-Impfstoff-Lieferungen über Apotheken an Arztpraxen. DAZ.online wollte wissen, wie der erste Tag lief. Alles in allem habe der Start verhältnismäßig gut geklappt, so der Leser in seinem Kommentar. 

Das zeigt auch das Abstimmungsergebnis der DAZ.online-Umfrage. Von 387 Teilnehmer:innen gaben knappe 69 Prozent an, dass die Corona-Impfstoff-Lieferung über den Großhandel „super“ lief, also alles pünktlich und vollständig geliefert wurde.

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Bei gut 12 Prozent gab es aber auch Luft nach oben, weil beispielsweise das Zubehör fehlte. Bei rund 11 Prozent wurde weniger als die zugesagte Menge geliefert. Und immerhin 8 Prozent mussten ungeduldige Arztpraxen vertrösten, weil sie selbst noch auf die Lieferung warteten.

Diese kleineren und größeren Schwierigkeiten führen dann vermutlich auch dazu, dass bei der Lieferung von der Apotheke an die Arztpraxis nur noch knapp 60 Prozent von 352 Teilnehmer:innen angeben, dass auch dort alles „super“ läuft. Rund 20 Prozent beklagen, dass es einfacher wäre, wenn der Großhandel beispielsweise die Kühlboxen nicht sofort wieder mitnehmen würde. Doch im bereits erwähnten Leser-Kommentar unter dem Text heißt es dazu auch: „Drei Styroporkisten hat man doch noch rumstehen, da braucht man keine vom Großhandel, der noch nebenher das normale Tagesgeschäft versorgt.“

Erhöhter Beratungsaufwand

Ansonsten hatten die Apotheker:innen laut der Umfrage neben den logistischen Herausforderungen auch einen erhöhten Beratungsaufwand. So gaben knapp 17 Prozent an, dass die Lieferung gut laufe, aber dass die Ärzt:innen viele Fragen – beispielsweise zur Rekonstitution – hätten. Nur bei rund 4 Prozent schien es so gar nicht zu funktionieren, sie gaben an: „Chaos pur“.

Wie so ein „Chaos“ aussehen kann, das beschreibt ein weiterer Leser unter dem Text: „Kommt der Impfstoff? Kommt er nicht? Wann kommt er? Dann kam er, …. und die Doku vom Großhandel fehlte …. Uaaaahhh! Also erst mal selber alles zur Doku festhalten. Telefonieren. Im Hilfsmittelsortiment fehlten die Tuberkulinspritzen. Wieder telefonieren. Ärzte informieren usw. usf. Das ist doch schon eigentlich unbezahlbar.“

Doch auch bei diesem Leser hat die Lieferung an den Arzt durch die Apotheke am Ende funktioniert – ganz nebenbei konnte er zudem laut seinen Schilderungen noch eine Fehllieferung durch die Feuerwehr (aufgrund einer Namensgleichheit) „retten“.

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