Gesundheit

15 Altenheim-Bewohner sterben nach Ausbruch mit Virus-Mutante: Personal brachte Virus ins Heim

Die Covid-19-Pandemie hat Deutschland und die ganze Welt weiterhin fest im Griff. Noch immer ist die Zahl der Toten sehr hoch. Die Rufe nach Ende des Lockdowns werden immer lauter. Die Regierung wird für die Maßnahmen immer stärker kritisiert. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Covid-19-Pandemie am 1. Februar 2021

  • Zehntausende FFP2-Masken aus Transporter gestohlen (13.49 Uhr)
  • Covid-19-Hochrisikogebiet Portugal riegelt sich ab (13.53 Uhr)
  • 2000 neue Fälle weniger als in der Vorwoche – R-Wert klettert über 1 (21.30 Uhr)

Corona im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick

Israel verlängert erneut seinen Corona-Lockdown

Montag, 1. Februar, 6.14 Uhr: Israel hat seinen Corona-Lockdown erneut verlängert. Die Maßnahmen gelten nun vorerst bis kommenden Freitagabend, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und das Gesundheitsministerium am Sonntag nach einer Kabinettssitzung mitteilten. Die Restriktionen wären ohne die Verlängerung am Sonntag um Mitternacht abgelaufen.

Trotz einer intensiven Impfkampagne sind die Infektionszahlen in Israel weiterhin hoch. Der Januar war in Israel mit insgesamt mehr als tausend Corona-Toten der Monat mit den meisten Todesfällen seit Beginn der Pandemie. 

Am Mittwoch will das Kabinett erneut über eine mögliche abermalige Verlängerung des Lockdowns beraten, wie es in der Mitteilung hieß. Der Lockdown ist seit dem 27. Dezember in Kraft.

Am Sonntag setzten sich tausende ultraorthodoxe Juden bei der Bestattung eines Rabbiners in Jerusalem über die Corona-Regeln hinweg. Ohne sich an die Abstandsregeln zu halten und großteils auch ohne Masken folgte die Menge dem Trauerzug für den Leiter einer einflussreichen Talmudschule.

Strengreligiöse Juden stehen in Israel im Mittelpunkt der Bemühungen, die Weiterverbreitung des Coronavirus unter Kontrolle zu bekommen. Immer wieder verstoßen sie gegen die Lockdown-Bestimmungen, insbesondere wenn es um Synagogen und Talmudschulen geht. Dies sorgte in den vergangenen Tagen immer wieder für heftige Zusammenstöße mit der Polizei. Nach Angaben eines Fotografen der Nachrichtenagentur AFP griffen die Sicherheitskräfte diesmal jedoch nicht ein.

Kölner Flüchtlingsunterkunft wegen Corona-Mutation abgeriegelt

21.31 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einer Flüchtlingsunterkunft mit einer der hochansteckenden Virusmutationen lässt die Stadt Köln die Einrichtung jetzt überwachen. Das Gelände werde von der Polizei abgesichert, teilte die Stadt am Sonntag mit. Mit dem Schritt sollen Quarantäne und Betretungsverbot kontrolliert werden.

Bei 31 der 41 positiv getesteten Bewohner sei eine Virusmutation mit Ursprung in Brasilien oder Südafrika festgestellt worden. Am wahrscheinlichsten sei die südafrikanische Variante. In der Unterkunft leben 108 Bewohner. Unter den Beschäftigten gebe es elf Nachweise der südafrikanischen Variante. Bei fünf weiteren positiv getesteten Mitarbeitern stehe die Varianten-Analyse noch aus. Der Kölner Gesundheitsdezernent Harald Rau nannte den Nachweis der Infektionen "ein deutliches Alarmsignal". 

2000 neue Fälle weniger als in der Vorwoche – R-Wert klettert über 1

21.30 Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Deutschland betrug am Sonntag laut Daten der Gesundheitsämter 8944. Das sind knapp 2000 neue Fälle weniger als am vergangenen Sonntag. Die Gesamtzahl der Fälle stieg auf jenseits der 2,2 Millionen – exakt auf 2.203.239. Die Zahl der Todesfälle wurde am Sonntag mit 243 angegeben und wuchs somit auf 57.114. Bei beiden Zahlen zum Sonntag ist zu berücksichtigen, dass Baden-Württemberg am Wochenende keine neuen Zahlen gemeldet hat.

Der R-Wert stieg am Sonntag weiter an und liegt nun laut RKI bei 1,01. Vor drei Tagen hatte er noch bei 0,77 gelegen.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 291.754 (keine Angabe am Wochenende), 7004 Todesfälle (keine Angabe am Wochenende)
  • Bayern: 402.304 (+1743), 10.371 Todesfälle (+33)
  • Berlin: 119.937 (+140), 2276 Todesfälle (+12)
  • Brandenburg: 69.188 (+437), 2403 Todesfälle (+14)
  • Bremen: 15.968 (+35), 269 Todesfälle (+0)
  • Hamburg: 46.407 (+135), 1071 Todesfälle (+5)
  • Hessen: 171.823 (+940), 4812 Todesfälle (+26)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 19.935 (+91), 451 Todesfälle (+3)
  • Niedersachsen: 142.619 (+985), 3282 Todesfälle (+15)
  • Nordrhein-Westfalen: 485.841 (+2434), 10.781 Todesfälle (+67)
  • Rheinland-Pfalz: 93.016 (+407), 2529 Todesfälle (+16)
  • Saarland: 25.782 (+88), 749 Todesfälle (+1)
  • Sachsen: 180.211 (+469), 6283 Todesfälle (+7)
  • Sachsen-Anhalt: 52.394 (+368), 1760 Todesfälle (+9)
  • Schleswig-Holstein: 36.190 (+183), 888 Todesfälle (+11)
  • Thüringen: 65.410  (+489), 2187 Todesfälle (+24)

Gesamt (Stand 31.01.2021, 21.23 Uhr): 2.203.239 (+8944), 57.114 Todesfälle (+243)

Vortag (Stand 30.01.2021, 21.53 Uhr): 2.194.295 (+9856), 56.871 Todesfälle (+575)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca 1.921.700 (+9.900). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei 224.425.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (4-Tage-R-Wert): 1,01 (Vortag: 0,93, vor drei Tagen: 0,77)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 4343 (Vergleich zum Vortag: -2)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2338 (Vergleich zum Vortag: -56)

Frankreich mit höchster Patientenzahl seit zwei Monaten

21.14 Uhr: Die Zahl der Corona-Patienten in französischen Krankenhäusern ist auf den höchsten Stand seit zwei Monaten gestiegen. Sie belief sich nach Behördenangaben auf 27.613. Das sind 331 mehr als am Vortag und so viele wie zuletzt Anfang Dezember.

Kuba registriert erstmals über 1000 Neuinfektionen pro Tag

21.08: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat Kuba mehr als 1000 Neuinfektionen pro Tag registriert. 1012 neue Fälle wurden innerhalb von 24 Stunden festgestellt, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. Die Karibikinsel ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Insgesamt haben sich nachweislich rund 26 000 Menschen mit dem Virus infiziert. 214 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen, ordnete die Regierung in Havanna am Wochenende eine Reduzierung der Flüge aus den USA, Mexiko, Panama, Bahamas, der Dominikanischen Republik, Jamaika und Kolumbien an. Eintreffende Ausländer werden in bestimmten Hotels unter Quarantäne gestellt und innerhalb von fünf Tagen zwei Corona-Tests unterzogen. Eintreffende Kubaner werden in Quarantäne-Stationen isoliert.

Polizei beendet Gottesdienst mit 90 Personen ohne Maske und Abstand

18.44 Uhr: Etwa 90 singende Menschen ohne Masken und Mindestabstand – beim Gottesdienst einer freikirchlichen Gemeinde in Freudenstadt (Baden-Württemberg) haben die Besucher alle Corona-Regeln über Bord geworfen. Auch Anwesenheitslisten existierten bei dem Treffen der Gläubigen am Sonntag nicht, wie die Polizei mitteilte. Nachdem die Beamten die Personalien der Teilnehmer festgestellt hatten, wurde der Gottesdienst beendet. Die Beamten hatten die Zusammenkunft nach Hinweisen aus der Bevölkerung überprüft.

Erneut Proteste gegen Corona-Regeln in Niederlanden

18.35 Uhr: Eine Woche nach schweren Ausschreitungen haben in den Niederlanden erneut hunderte Menschen gegen Corona-Schutzvorschriften der Regierung protestiert, allerdings insgesamt deutlich weniger aggressiv. In Amsterdam löste die Polizei am Sonntag eine verbotene Kundgebung mit rund 600 Teilnehmern – zumeist junge Männer – auf dem zentralen Platz vor dem Reichsmuseum auf, berichtete der Sender NOS. Zuvor seien Sicherheitskräfte mit Gegenständen beworfen worden. Mehr als 30 Menschen wurden zeitweilig in Gewahrsam genommen. Zudem nahm die Polizei nach eigenen Angaben in mehreren Orten Menschen fest, die in sozialen Netzwerken zu Krawallen aufgerufen haben sollen. Ihnen werde Unruhestiftung vorgeworfen.

Insgesamt verliefen die Protestaktionen jedoch weit friedlicher als am vergangenen Wochenende. In Apeldoorn, wo sich etwa 400 Menschen versammelten, verlief die Kundgebung friedlich, ähnlich in Eindhoven. Eine Woche zuvor waren in mehr als zehn niederländischen Städten Proteste gegen die Corona-Maßnahmen, vor allem gegen die abendliche Ausgangssperre, in Angriffe auf Polizisten, Zerstörungen und Plünderungen ausgeartet. Die Behörden sprachen von den schlimmsten Krawallen in 40 Jahren.

Foto: Mike Corder/AP/dpa Menschen in bunten Kleidung versammeln sich auf dem Museumsplatz in Amsterdam, um gegen Corona-Maßnahmen zu protestieren.  

Mutiertes Briten-Virus nachgewiesen: 15 Bewohner sterben bei Corona-Ausbruch in Altenheim

11.53 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenzentrum in Leverkusen sind dort 15 Bewohner gestorben. Insgesamt hätten sich 47 ältere Menschen und 25 Mitarbeiter angesteckt, sagte eine Sprecherin der Stadt Leverkusen am Sonntag. In dem Seniorenheim sei die als besonders ansteckend geltende Mutation B 1.1.7 des Erregers Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Diese Variante war zunächst in Großbritannien entdeckt worden. dpa Das Gebäude des „AWO-Seniorenzentrum „Rheindorf“ gGmbH“. Nach einem Corona-Ausbruch in dem Seniorenzentrum sind dort 15 Bewohner gestorben.

Der erste Fall sei am 28. Dezember diagnostiziert worden, sagte die Sprecherin. Danach habe sich die Infektion sukzessive ausgebreitet. Im Nachhinein sei nachvollzogen worden, dass das Virus durch das Personal in das Seniorenheim eingetragen worden sei. Die Infektion sei bereits vor der ersten Impfung von Heimbewohnern und Mitarbeitern am 30. Dezember erfolgt.

Am Tag vor Silvester waren in der Senioreneinrichtung den Angaben zufolge 150 Personen geimpft worden. Die zweite Impfdosis hatten am 20. Januar 110 Menschen erhalten, 40 konnten nicht geimpft werden, weil sie sich angesteckt hatten.

Der Leiter des Leverkusener Gesundheitsamts, Martin Oehler, sagte der "Bild"-Zeitung: "Das Personal brachte das Virus ins Heim." Es müsse aber nicht unbedingt etwas falsch gemacht haben. "Denn nach allem, was wir bisher wissen, ist die Corona-Mutation B.1.1.7 so ansteckend, dass man schon nach wenigen Minuten Kontakt mit einem Infizierten selbst infiziert ist." Die Mitarbeiter würden seit dem Sommer wöchentlich mit einem PCR-Test überprüft und seit Dezember zusätzlich mit einem Schnelltest.

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Covid-19-Hochrisikogebiet Portugal riegelt sich ab

13.53 Uhr: Das Corona-Hochrisikogebiet Portugal hat sich zur Eindämmung der Pandemie abgeriegelt. Seit Sonntag ist in dem auch bei Deutschen beliebten Urlaubsland die Ein- und Ausreise ohne triftigen Grund untersagt. An der Landgrenze zum Nachbarn und EU-Partner Spanien wurden – wie bereits im Frühjahr 2020 – wieder Kontrollen eingeführt. An Häfen und Flughäfen wurden zudem nach dem Regierungsdekret die Kontrollen verschärft. Ausnahmen gelten unter anderem für Menschen, die zur Arbeit fahren, an ihren Hauptwohnsitz zurückkehren oder beruflich unterwegs sind, für den Warentransport sowie für medizinische Notfälle oder humanitäre Hilfe. dpa/Armando Franca/AP/dpa Nahezu eine ganze Armada von mehr als ein Dutzend Krankenwagen steht Schlange, um Covid-19-Patienten im Santa Maria Krankenhaus in Lissabon an die Sanitäter zu übergeben.

Die 1214 Kilometer lange Landgrenze zwischen Portugal und Spanien war wegen der Pandemie bereits erstmals am 17. März geschlossen worden. Erst am 1. Juli wurde sie im Zuge der seinerzeit stark rückläufiger Zahlen wieder geöffnet.

Die Bundesregierung erklärte Portugal zum Hochrisikogebiet und verhängte dann am Freitag für das Land am Südwestzipfel Europas und andere Länder mit gefährlichen Coronavirus-Varianten eine Einreisesperre, die zunächst bis zum 17. Februar gilt.

Zehntausende FFP2-Masken aus Transporter gestohlen

13.49 Uhr: Mehrere zehntausend FFP-2-Masken sollen aus einem Transporter in Berlin gestohlen worden sein. Ein Fuhrunternehmer habe am Samstag den Diebstahl im Neuköllner Ortsteil Britz gemeldet, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der 57-Jährige hatte demnach die Lieferung am Freitag im Landkreis Dahme-Spreewald abgeholt, sie war für eine Firma in Bayern vorgesehen. Der Transporter sei verschlossen gewesen. Wie er geöffnet wurde, soll jetzt ermittelt werden. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der Atemluft und bieten einen besseren Schutz gegen Corona als andere Masken. dpa/Daniel Karmann/dpa/Symbolbild Die Aufnahme zeigt eine FFP2-Maske.

Polizei löst illegale Partys auf – 200 Feiernde in Euskirchen

12.46 Uhr: Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag in Euskirchen eine in Corona-Zeiten illegale Feier mit rund 200 Gästen aufgelöst. Ein 23-Jähriger habe die Freiluftparty auf dem Gelände einer ehemaligen Raketenstation im Billiger Wald organisiert, teilte die Polizei am Sonntag mit. Einem Zeugen sei am Sonntagmorgen laute Musik aufgefallen, die aus dem Waldgebiet kam. Vor Ort sei eine größere Musikanlage gefunden worden. Viele Gäste flüchteten demnach in den Wald, die Personalien von 35 Teilnehmern wurden aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen seien viele der Teilnehmer wohl von außerhalb angereist. Auf die Partygäste kämen «erhebliche Bußgelder» zu, teilte die Polizei weiter mit.

Auch in Gelsenkirchen löste die Polizei am Wochenende illegale Partys auf. In der Nacht zum Samstag hatten sich in zwei Fällen Nachbarn über laute Musik beschwert, hieß es in einer Mitteilung. Beide Male trafen die Beamten demnach vor Ort mehrere Menschen aus verschiedenen Haushalten an. Gegen die Partygäste wurden Anzeigen gestellt.

Söder erhält überraschend FFP2-Gutscheine – und will sie zurückgeben

12.34 Uhr: Zu seiner großen Verwunderung hat auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Gutscheine für vom Bund finanzierte FFP2-Masken erhalten. "Da war ich schon etwas überrascht", sagte der CSU-Chef am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. Warum er sie erhalten habe, könne er nicht sagen. Der 54-Jährige betonte aber, dass er die Gutscheine nicht einlösen sondern zurückgeben werde. dpa/Sven Hoppe/dpa-pool/dpabild Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.

Zum Schutz vor dem Coronavirus bekommen rund 34 Millionen Bürger über das Bundesprogramm Gutscheine für zwölf FFP2-Masken, die in der Apotheke eingelöst werden können. Die Bundesregierung hat dies als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko beschlossen – dazu zählen Über-60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Nachdem nun der Versand der Coupons begonnen hat, wunderten sich aber viele Empfänger darüber, dass auch sie solche Gutscheine in ihrem Briefkasten mit einem Begleitschreiben finden.

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Corona-Party in Berlin: Polizei löst Hochzeitsfeier mit mehr als 30 Gästen auf

12.26 Uhr: Die Polizei hat in Berlin-Staaken eine Hochzeitsfeier mit mehr als 30 Gästen aufgelöst. Einsatzkräfte waren am Samstagnachmittag wegen einer Ruhestörung zu einem Mehrfamilienhaus am Loschwitzer Weg gerufen worden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Eine 26-jährige Frau habe die Tür der betroffenen Wohnung aufgemacht und gesagt, dass sie mit einigen Gästen eine Hochzeit feiere.

Den Angaben zufolge befanden sich in der Drei-Zimmer-Wohnung 33 Menschen, von denen einzelne beim Feststellen ihrer Personalien das Vorhandensein einer Pandemie abgestritten haben sollen. Alle Teilnehmer müssen sich nun wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung verantworten.

Perth verhängt Lockdown – wegen eines einzigen Covid-19-Falls

10.15 Uhr: Nach einem einzigen Infektionsfall mit dem Coronavirus hat die australische Perth einen fünftägigen Lockdown für ihre knapp zwei Millionen Einwohner angekündigt. Die Schulen dürfen am Montag nicht wie geplant öffnen, alle Einwohner müssen ab Sonntagabend zu Hause zu bleiben. Sie dürfen nur noch das Haus verlassen, um zum Arzt, zum Einkaufen oder zur Arbeit zu gehen oder Sport zu treiben.

Betroffen sind alle Einwohner der Stadt Perth sowie der naheliegenden Regionen Peel und South West. Nach Angaben der Behörden war ein Wachmann in einem Quarantäne-Hotel positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er steckte sich vermutlich bei einem Reiserückkehrer an, der in dem Hotel untergebracht war, und offenbar mit der ansteckenderen Virus-Variante infiziert war, die zuerst in Großbritannien aufgetreten war. dpa/Sven Hoppe/dpa/Symbolbild Ein Mitarbeiter hält ein Teströhrchen in den Händen.

Es handele sich um die erste Ansteckung innerhalb des Bundesstaats Western Australia seit zehn Monaten, erklärten die Behörden. "Unser Modell ist, sehr, sehr schnell und scharf damit umzugehen", sagte der Regierungschef von Western Australia, Mark McGowan. Der Ausbruch solle unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung in der Bevölkerung verhindert werden.

Altmaier hält Lockdown auch bei Inzidenz unter 50 für denkbar

07.06 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält eine Verlängerung des Lockdowns auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 für denkbar. "Die aktuelle Entwicklung nährt die Hoffnung, dass wir uns relativ schnell einer Inzidenz von 50 nähern können", sagte Altmaier der "Welt am Sonntag". "Die Länge des Lockdowns hängt aber auch davon ab, inwieweit sich neue Mutationen des Coronavirus in Deutschland verbreiten." dpa/Michele Tantussi/Reuters-Pool/dpa Peter Altmaier

"Wir haben in Großbritannien gesehen, dass sich die neue Variante auch deshalb so schnell ausgebreitet hat, weil der dortige Lockdown damals weniger streng war, als es der heute in Deutschland geltende ist", fügte der Minister hinzu. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen sich pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben, war am Donnerstag erstmals seit drei Monaten unter die Marke 100 gesunken. Am Wochenende ging der Wert weiter zurück. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Sonntagmorgen liegt er aktuell bei 90,2. Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 50 zu drücken. Der derzeitige harte Corona-Lockdown in ganz Deutschland gilt laut Beschluss von Bund und Ländern vorerst noch bis zum 14. Februar.

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Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 291.754 (keine Angabe am Samstag), 7004 Todesfälle (keine Angabe am Samstag)
  • Bayern: 400.561 (+1895), 10.338 Todesfälle (+111)
  • Berlin: 119.797 (+291), 2264 Todesfälle (+29)
  • Brandenburg: 68.751 (+518), 2389 Todesfälle (+55)
  • Bremen: 15.933 (+87), 269 Todesfälle (+2)
  • Hamburg: 46.272 (+249), 1066 Todesfälle (+29)
  • Hessen: 170.883 (+923), 4786 Todesfälle (+53)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 19.845 (+167), 48 Todesfälle (+5)
  • Niedersachsen: 141.634 (+1065), 3267 Todesfälle (+40)
  • Nordrhein-Westfalen: 483.407 (+2403), 10.714 Todesfälle (+120)
  • Rheinland-Pfalz: 92.609 (+226), 2513 Todesfälle (+10)
  • Saarland: 25.694 (+226), 749 Todesfälle (+4)
  • Sachsen: 179.742 (+579), 6276 Todesfälle (+29)
  • Sachsen-Anhalt: 52.026 (+383), 1751 Todesfälle (+22)
  • Schleswig-Holstein: 36.007 (+304), 877 Todesfälle (+24)
  • Thüringen: 64.921 (+540), 2163 Todesfälle (+42)

Gesamt (Stand 30.01.2021, 21.53 Uhr): 2.194.295 (+9856), 56.871 Todesfälle (+575)

Vortag (Stand: 29.01.2021, 20.55 Uhr): 2.184.439 (+13.171), 56.296 Todesfälle (+840)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 1.911.800 (+13.000). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei 225.624.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (4-Tage-R-Wert): 0,93 (Vortag: 0,85, Vorgestern: 0,77)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 4345 (Vergleich zum Vortag: -14)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2394 (Vergleich zum Vortag: -12)

  
 

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