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Kurzatmigkeit: Ist es normal, beim Treppensteigen aus der Puste zu kommen?

Tief ein- und ausatmen und dabei frische Luft in die Lungen strömen lassen – dieser Vorgang läuft normalerweise völlig automatisch ab.

Oft wird das Atmen daher als Selbstverständlichkeit empfunden, dessen Notwenigkeit erst klar wird, wenn das Luftholen plötzlich schwerfällt.

Beim Sport, bei der Gartenarbeit, während eines Umzugs oder bei anderen Aktivitäten, die der Körper nicht gewohnt ist, kann es schon mal dazu kommen, dass man ganz schön aus der Puste ist.

Wenn man allerdings auch schon bei kleineren Aktivitäten nach Luft ringt, sollte man dies unbedingt abchecken lassen – Kurzatmigkeit beim Treppensteigen kann ein mögliches Alarmsignal sein.

Was verbirgt sich hinter Kurzatmigkeit?

Die medizinische Bezeichnung für Kurzatmigkeit lautet Dyspnoe – hierbei spürt man meist eine starke Anspannung in der Brust und hat zusätzlich das Gefühl, mehr Luft zu benötigen oder sogar zu ersticken.

Als Reaktion darauf beginnt man, verstärkt zuatmen, und die Atemfrequenz erhöht sich. Am Anfang sind die Atemzüge meist noch tief – je schneller man aber atmet, desto flacher werden die Atemzüge und es kommt zur Kurzatmigkeit.

Obwohl man es normalerweise ohne nachzudenken tut, ist das Atmen ein ziemlich komplexer Prozess – der Gasaustausch in der Lunge ist überlebenswichtig, denn der Körper braucht Sauerstoff für die meisten Stoffwechselvorgänge in den Zellen.

Es gibt viele Gründe, warum man unter diesen Atembeschwerden leidet – dabei sind einige davon harmloser als andere.

Atemnot nicht ignorieren

Atemnot sollte in jedem Fall zur Kenntnis genommen werden – es muss aber nicht immer ein schwerwiegendes Problem dahinter stecken.

Manchmal kann die Kurzatmigkeit auch schlichtweg daher rühren, dass der Körper etwas leisten muss, was er nicht gewohnt ist.

Wenn man zum Beispiel in einer Wohnung im Erdgeschoss wohnt und Treppen nicht regelmäßig benutzt, ist es nicht ungewöhnlich, dass man sich erschöpft fühlt und erst mal tief Luft holen muss, wenn man oben angekommen ist.

Dr. Sadia Benzaquen, Lungenärztin und Professorin für Innere Medizin am Cincinnati College of Medicine, erklärt gegenüber dem Online-Magazin ‚Self‘: „Im Allgemeinen kann es bei einer Dekonditionierung zu Atemnot kommen, wenn man Treppen steigt.“

Wenn man bei Bewegungen mit geringer Intensität außer Atem und der letzte Besuch im Fitnessstudio vielleicht schon eine Weile her ist, kann regelmäßiges Training oft schon rasche Besserung bringen.

Normale Aktivitäten sollten nicht zu Atemnot führen

Wenn man allerdings regelmäßig trainiert und feststellt, dass gewohntes Treppensteigen schnell zu Atemnot führt, ist dies besorgniserregend.

Emily Pennington, Lungenärztin an der Cleveland Clinic erklärt: „Es ist nicht normal, wenn man bemerkt, dass etwas, das einen vorher nie aus der Puste gebracht hat, plötzlich Probleme bereitet.“

Auch wenn man bei noch weniger intensiven Akitvitäten, wie zum Beispiel beim Duschen, außer Atem ist, sollte dies abgeklärt werden.

„Als gesunder Erwachsener sollte man bei normalen Aktivitäten keine Atembeschwerden haben“, sagt Dr. Benzaquen.

Es gibt eine Reihe von gesundheitlichen Problemen, wie beispielsweise eine Lungenentzündung, eine Lungenembolie oder gar ein Herzinfarkt, die schwerwiegende Atemprobleme verursachen können – es ist also immer empfehlenswert, bei anhaltender Kurzatmigkeit einen Arzt aufzusuchen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel enthalten lediglich allgemeine Hinweise. Zur Abklärung eines gesundheitlichen Problems empfehlen wir den Besuch bei ausgebildeten und anerkannten Ärzten.

Antonia Hagedorn

*Der Beitrag „Kurzatmigkeit: Ist es normal, beim Treppensteigen aus der Puste zu kommen?“ wird veröffentlicht von FitForFun. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

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