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6 Monate Corona-Krise: Wie sich die Pandemie auf die Psyche auswirkt

Am 10. Oktober ist World Mental Health Day. Ein guter Anlass, um mal die psychischen Folgen der Pandemie in den Blick zu nehmen.

Was sind die mentalen Auswirkungen der vergangenen Monate und wie gehen Menschen mit dem damit verbundenen Stress und der Unsicherheit in der Corona-Krise um?

Die psychische Gesundheit ist nach wie vor ein Tabuthema: 55% der Deutschen geben an, noch nie über mentale Beschwerden mit anderen geredet zu haben und möchten dies auch in Zukunft nicht tun. Da kann es schwer sein, in einen hilfreichen und offenen Austausch zu kommen, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Deswegen hat ‚Headspace‘, ein englisch-amerikanisches Online-Gesundheitsunternehmen, das sich auf Meditation spezialisiert hat, jetzt in einer Mitteilung Zahlen und Fakten aus einer Befragung zu diesem Thema veröffentlicht.

Zunehmender Stress und Schlafprobleme

Die Headspace-Befragung von 1.100 Menschen aus Deutschland offenbart, dass 53 Prozent der Studienteilnehmer an vermehrtem Stress und mentaler Erschöpfung leiden. Einige geben an, pandemiebedingt häufer an Schlafproblemen zu leiden (38 Prozent) und rund der Hälfte fällt es schwerer, sich zu entspannen.

Dennoch zeigt sich die Mehrheit optimistisch: Über 60 Prozent gehen davon aus, dass die Bevölkerung trotz der Umstände noch relativ glücklich sei.

Bewegung in der Natur und Entspannung durch Medien

Die Frage, die sich stellt, ist: Was tun die Menschen zur Verbesserung ihres Wohlbefindens? Tatsächlich sind es vor allem Aktivitäten an der frischen Luft, auf die 53 Prozent der Menschen nun bewusst setzen.

Auch andere klassische Freizeitaktivitäten wie das Lesen (41 Prozent) und die Beschäftigung mit Musik (40 Prozent) sind gefragt, wenn es um Entspannung geht.

Nur neun Prozent der Befragten hingegen setzen gezielt auf Meditation. Dabei zeigen Studien, dass eine regelmäßige Meditationspraxis, also etwa drei- bis viermal pro Woche, bereits dazu beitragen könne, Stress abzubauen. Die positiven Effekte seien im Schnitt bereits nach zehn Tagen spürbar.

Die wichtige Rolle des engen Umfeldes

Welche Wichtigkeit nahestehende Personen für jeden Einzelnen haben, wird ebenfalls durch die Umfrage deutlich. 39 Prozent der Deutschen suchen das Gespräch mit Familie oder Freunden, um einen positiven Effekt auf ihren mentalen Zustand zu erzielen.

Auch wenn psychische Gesundheit immer noch ein Tabuthema ist, finden die meisten Gespräche darüber im engsten privaten Kreis statt. Hier steht für die Befragten die Familie an erster Stelle (69 Prozent), danach folgen Freunde (63 Prozent).

Die Hoffnung der Auftraggeber der Studie ist nun, dass die Pandemie zumindest ein Umdenken fördert, indem sie psychische Beschwerden wie Depressionen oder Ängste enttabuisiert und verdeutlicht, dass es gerade sehr vielen Menschen schlecht geht und wie wichtig und hilfreich ein Austausch über die Psyche sein kann.

Lara Seils

*Der Beitrag „6 Monate Corona-Krise: Wie sich die Pandemie auf die Psyche auswirkt“ wird veröffentlicht von FitForFun. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

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