Gesundheit

Masern: Weltweit alarmierende Ausbrüche und Impflücken

Baden-Württemberg,Niedersachsen, Madagaskar, Neuseeland und die USA. Alldiese Orte haben eines gemeinsam: Sie sind aktuell von einem deutlichen Anstiegan Masernfällen betroffen. Madagaskar zählt mittlerweile 1.140 Tote. Doch dassind nur die Orte, über die aktuell berichtet wird: Die Ukraine, die Philippinenund Brasilien verzeichneten zwischen 2017 und 2018 weltweit den stärkstenAnstieg an Masernfällen. All diese Fälle verdeutlichen, wie wichtig einemaximale Impfrate ist, um auch periodische Masernausbrüche zu vermeiden.

Masern dominieren derzeit die Gesundheitsthemen in den Publikumsmedien: Bereitsvergangene Woche hatten das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg undNiedersachsen auf deutlich steigende Zahlen von Maserninfektionen hingewiesen. InNiedersachsen scheint vor allem eine Schule im Landkreis Hildesheim von einem Masernausbruch betroffen zu sein. Nur noch geimpfte Kinder dürfen dieGesamtschule bis zum Ende der kommenden Woche besuchen, heißt es in einerMeldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

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Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. reagierte am vergangenen Montag in einer Pressemitteilung auf denMasernausbruch in Niedersachsen: „Impfpflicht für die Masernimpfung:notwendiger denn je!“, heißt es dort. Am gestrigen Dienstag haben es die Masern dann sogar in dieBild-Zeitung geschafft: „Masern-Fall bei McDonald’s in Trudering.“ Das Münchner Referatfür Gesundheit und Umwelt (RGU) bittet ungeimpfte Gäste desMcDonald‘s-Restaurants in der Wasserburger Landstraße 52 in Trudering, die sicham Montag (4. März) und Mittwoch (6. März) jeweils zwischen 11 und 19 Uhr imMcDonald’s aufgehalten haben, sich umgehend im Sachgebiet Meldewesen unter233-47809 zu melden, heißt es dort. 

Wer dahinter (wenig gefährliche) Einzelfälle vermutet, der sollte seinen Blicknach Madagaskar richten: Wie die dpa am gestrigen Dienstag meldete, werden dortinfolge einer Masernepidemie mittlerweile 1.140 Tote gezählt. Vor knapp einem Monatsollen es noch 900 Tote gewesen sein. Die Zahl erfasster Infektionen stiegseitdem von 66.000 auf 87.000. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) habe mitgeteilt, dass dort die meisten Opfer Kinder im Alter bis 14 Jahren sind. Anders in Neuseeland: Laut einer weiteren dpa-Meldung sollen dort in den vergangenen Tagenmehr als zwei Dutzend Erkrankungen registriert worden sein. Auffällig dabei: Etwa ein Drittel allerbekannten Fälle betreffen die Altersgruppe von 29 bis 50 Jahren.

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