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Gefährliche Ratschläge: 5 Fitnesstipps, die man besser nicht befolgen sollte

Fitnesstipps bekommen (Hobby-)Sportler inzwischen nicht nur von erfahrenen Trainern, auch zahlreiche Blogger und Promimente teilen ihre Trainingsratschläge im Netz, einige stellen zusätzlich eigene Workouts und Fitnessprogramme zur Verfügung.

Bei dieser Vielfalt an Tipps und Behauptungen kann es gerade für Anfänger schwierig sein, den Überblick zu behalten.

Das Problem: Längst nicht alle Trainingstipps sind wahr. Wer etwa denkt, nur ein Training mit hohen Gewichten bringt Erfolge und Muskelkater ist die beste Bestätigung für ein intensives Workout, sollte dringend weiterlesen.

Denn Experten zufolge sollte man die folgenden fünf Fitnesstipps besser nicht beherzigen.

1. Schmerz beim Training ist gut

Während des Workouts ein Ziehen in den Muskeln zu spüren, ist völlig normal. Vor allem Krafttraining verlangt der Muskulatur einiges ab – das bedeutet jedoch nicht, dass Schmerzen zum Training dazugehören.

„Es besteht ein großer Unterschied zwischen einem Ziehen und Muskelschmerzen. Wer Schmerzen ignoriert, riskiert Verletzungen“, sagt der Trainer Mike Boyle gegenüber dem Portal ‚Health24.com‘.

„Ich frage meine Kunden regelmäßig, ob die Übungen bei ihnen Genkschmerzen auslösen. Antworten sie mit ‚Ja‘, beende ich das Training“, so der Experte. Auch Muskelkater sei nicht zu unterschätzen, schließlich handele es sich dabei um kleine Verletzungen in den Muskeln.

Boyles Tipp für ein sanfteres Training: Workouts machen, die keine Schmerzen bereiten, beispielsweise Übungen mit Kurzhanteln statt auf der Hantelbank.

2. Nur mit hohem Gewicht trainieren

„Go big or go home“ lautet das Mantra vieler Bodybuilder. Das bedeutet: Man sollte mit möglichst hohen Gewichten trainieren, um Muskeln aufzubauen. Dagegen spricht nichts, insofern man bereits ein geübter Kraftsportler ist.

Alle anderen sollten ihr Training jedoch nicht nach der Höhe des Gewichtes ausrichten. „Das Prinzip ‚Go big or go home‘ prophezeit kein effektives Training, sondern Verletzungen“, sagt der Trainer Bernard Yang Kim.

Besser sei ein konsistentes Training, bei dem man das Gewicht schrittweise erhöht. Erst wenn die Übungen einwandfrei ausgeführt werden können, sollte man zu Hanteln, Kettlebell und Co. greifen.

3. Crunches schützen die Wirbelsäule

Diese Behauptung ist falsch, sagt Tony Gentilcore, US-amerikanischer Fitnesstrainer. Crunches und Sit-Ups können zwar durchaus dabei helfen, ein Sixpack aufzubauen. Allerdings sind die Bauchübungen nicht besonders schonend für den Rücken und die Wirbelsäule.

Das wiederholte Krümmen des Rückens könne laut Gentilcore Rückenschmerzen verursachen und bestehende Schäden verstärken.

Alternativ zu Crunches empfiehlt der Experte Stabilitätsübungen, zum Beispiel mit einem Gymnastikball.

4. Zwischen den Sätzen nicht pausieren

Einige Sportler schwören darauf, beim Krafttraining zwischen den Sätzen keine Pause einzulegen, auf die Weise soll der Muskelaufbau angeregt werden. Experten raten von diesem Vorgehen jedoch dringend ab.

„Haben die Muskeln nicht genügend Zeit zum Regenerieren, werden sie schneller müde und du kannst nicht die maximale Leistung aus deinem Training herausholen“, erklärt Sal Marinello, verantwortlicher Trainer bei ‚Athletic Development Coaching‘ in New Jersey.

5. Viele Wiederholungen in kurzer Zeit machen

In vielen Fitnessstudios kann man beobachten, dass Traininerende sich im Gewichtestemmen messen – entweder zu zweit oder in der Gruppe. „Bei dieser Form von Gruppenworkout gibt es wenige Anweisungen vom Trainer. Es geht in erster Linie darum, möglichst viele Wiederholungen in kurzer Zeit – z.B. in 60 Sekunden – zu schaffen“, sagt Studioinhaber Chris Bathke.

Dabei werde die Technik jedoch oftmals vernachlässgt. Die Wahrscheinlichkeit, eine Verletzung davonzutragen, ist dann hoch. Vor allem anspruchsvolle Übungen mit der Langhantel wie Deadlifts oder Squats bergen ein Verletzunsgrisiko.

Julia Poggensee

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